Johannes Kleske

Zukünfte verstehen und gestalten

Kategorie: Artikel

  • Keine Antworten

    1

    Tief durchatmen. Den Parasympathikus aktivieren. Gerade ist weder Kampf noch Flucht möglich. Stattdessen Aufmerksamkeit, Beobachtung, Reflexion. Zumindest für einen Moment. Und dann noch einen.

    2

    Wie viel Raum ist gerade für die eigenen Gedanken? Ohne Nachrichten, Twitter, Videokonferenzen, Podcasts, Radio, Instagram, Push Nachrichten zu Breaking News. Zwischen Arbeits-E-Mails, Kinderbespaßung, Slalomlaufen beim Einkaufen, Streit mit dem Partner, Haushaltschaos. Vielleicht fünf Minuten? Das wäre ein Anfang.

    (mehr …)
  • Was ist kritische Zukunftsforschung?

    In diesem Artikel beschreibe ich die kritische Zukunftsforschung, basierend auf den Arbeiten von Inayatullah, Grunwald sowie Goode und Godhe.

    Das Feld der Zukunftsforschung beschreibt „die wissenschaftliche Befassung mit möglichen, wünschbaren und wahrscheinlichen Zukunftsentwicklungen“ (Kreibich 2006). Während sich der Großteil der Zukunftsforschung auf die Erstellung von neuen Zukunftsbildern mit wissenschaftlichen Methoden (z.B. Szenarien) konzentrierte, gab es seit Ende der siebziger Jahre immer wieder Bemühungen, auch bestehende Zukunftsbilder zu untersuchen (z.B. Slaughter 1984).

    Unreflektierte Vorannahmen in Zukünften

    Zu den prägendsten Vordenkern einer kritischen Zukunftsforschung gehört Sohail Inayatullah. Beeinflusst vom Poststrukturalismus, hat er in seinem grundlegenden Artikel (1999) zu den Critical Futures Studies (CFS) darauf hingewiesen, dass jeder zukunftserforschenden Tätigkeit epistemologische Annahmen zugrunde liegen: zeitliche, wirtschaftliche, politische, ideologisch-kulturelle und sprachliche. Diese Annahmen bleiben aber auch in der Zukunftsforschung meist unreflektiert. Sie werden nicht hinterfragt und beeinflussen so unsichtbar die Ergebnisse.

    (mehr …)
  • Future Imaginaries – Eine Definition

    Im Rahmen meines Masterstudiums habe ich mich ausführlicher mit Future Imaginaries beschäftigt. ‚Imaginaries‘ sind als soziologischer Kunstbegriff schon länger etabliert und wurden insbesondere von Charles Taylor geprägt. Er hat den sich mit ‚Social Imaginaries‘ auseinander gesetzt. Ganz allgemein lassen sie sich wie folgt beschreiben:

    (mehr …)
  • Arbeit braucht Zukünfte

    Nach meinen Vorträgen 2013 (Video) und 2015 (Video) arbeite ich an einem neuen zum Thema Arbeit.

    Die These zu Arbeit

    Wir brauchen nicht die eine Lösung, sondern viele Visionen für die Zukunft der Arbeit.

    Statt uns um Prognosen und abstrakte Hypothesen zu streiten, sollten wir anhand von vielfältigen, lebensnahen Zukunftsbildern gemeinsam darüber nachdenken, wie wir heute anfangen wollen die Arbeit von morgen zu gestalten.

    „Wenn wir die Zukunft nicht erfinden, wird es jemand anderes für uns tun – und es wird dessen Zukunft sein, nicht unsere.“

    – Duncan D. Bruce & Dr. Geoff Crook, The Dream Café
    (mehr …)
  • Von den Maschinenstürmern über Technologievisionen bis zu neuen (digitalen) Arbeiterbewegungen

    Vor ein paar Wochen hat mich Christian Conradi für seinen Podcast Systemfehler interviewt. Nun ist die Folge mit dem Namen Der Aufstand erschienen. 

    (mehr …)
  • Was macht eigentlich kritische Zukunftsforschung?

    Welche Bilder von der Zukunft hat wer im Kopf und warum – so lässt sich, grob vereinfacht, das Interesse der kritischen Zukunftsforschung beschreiben. Statt neue Zukunftsbilder (Zukünfte) zu entwickeln, beschäftigt sie sich vor allem mit den bestehenden und deren Wirkung. 

    https://twitter.com/jkleske/status/1097093509486702593
    (mehr …)
  • Zukünfte gestalten – Neues Fortbildungsangebot

    Warum wir bei Third Wave immer von „Zukünften“ sprechen

    Es war ein voller Herbst für mich. Von Oktober bis Dezember habe ich zehn Vorträge und Workshops gehalten. Das Thema: Zukünfte verstehen und gestalten. Für uns bei Third Wave hat sich das als die zentrale Antwort auf die aktuellen Herausforderungen wie die digitale Transformation herauskristallisiert.

    (mehr …)