Es war ein voller Herbst für mich. Von Oktober bis Dezember habe ich zehn Vorträge und Workshops gehalten. Das Thema: Zukünfte verstehen und gestalten. Für uns bei Third Wave hat sich das als die zentrale Antwort auf die aktuellen Herausforderungen wie die digitale Transformation herauskristallisiert.
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Zukünfte gestalten – Neues Fortbildungsangebot
Warum wir bei Third Wave immer von „Zukünften“ sprechen Eventformat: Die lange Konversation
Die Popularität von Podcasts hat unter anderem gezeigt, dass es ein Interesse an ausführlichen Konversationen gibt.
Ich hoffe, dass auch Konferenzveranstalter davon inspiriert werden, sich nach neuen Formaten umzusehen. Hier wäre eins, das mich sofort angesprochen hat:A “long conversation” is a new format for a conference. Two speakers begin a conversation on stage. After 15 minutes one of the two speakers is replaced by a new speaker and the conversation continues, and every 15 minutes for the next 8 hours a speaker is swapped out. (Each speaker converses for 30 minutes.) The day is engaging, unpredictable, passionate, diverse, informative, and entertaining. It’s a format invented by Long Now Foundation that is worth stealing.
– Kevin KellyWo viele Formate nicht über das Interviewformat zwischen Moderator und Experte hinauskommen, setzt die lange Konversation den Austausch zwischen Experten. Statt Talkingpoints entsteht hier das Potenzial für neue Ideen und Ansätze.
Ich kann mir dieses Format auch gut kürzer, z. B. für eine Abendveranstaltung vorstellen. Dann vielleicht mit 10-Minuten-Slots.
Acht Jahre Third Wave
Heute wird Third Wave acht Jahre alt. So lange machen wir schon unser eigenes Ding. Haben uns konstant verändert, weiterentwickelt und verbessert. Wenn man erklärt, dass man seit acht Jahren mit der eigenen Firma unterwegs ist, schauen die Leute anerkennend auf, stelle ich neuerdings fest. Erfahrung ist etwas, das ich früher häufig unterschätzt habe, einfach weil sie mir gefehlt hat. Heute kann ich sie mehr und mehr nicht nur einsetzen, sondern auch genießen.
Und gleichzeitig fühlt es sich immer noch wie der Anfang an. Wir wollen wachsen, sehen neue Herausforderungen und größere Potenziale. Erfahrung heißt auch, dass man besser versteht, wie man auf das nächste Level kommt. Dass man auch nach acht Jahren noch bereit ist, zu lernen und sich selbst zu hinterfragen.
„Not because we know better, but because we learn better.“
Chilly GonzalesDoch heute steht für mich vor allem das Bewusstsein im Vordergrund, was für ein Privileg es ist, dieses Ding mit meinem besten Freund bauen zu dürfen. Auf uns, Igor!

Wir haben kein Problem mit der Automatisierung, sondern mit der (Fort)Bildung.
Aktuelle Studien kommen vermehrt zu dem Ergebnis, dass die Automatisierung durch digitale Technologien wie künstliche Intelligenz, Jobs nicht vollständig ersetzt, sondern vorrangig verändert. Mensch und Maschine arbeiten zunehmend zusammen, statt dass die Maschine den Menschen überflüssig macht. Jobs fallen nicht einfach weg, sondern bekommen ein anderes Anforderungsprofil. Automatisierung und Fachkräftemangel sind damit nicht entgegengesetzte Probleme, sondern sind miteinander gekoppelt. Dadurch verlagert sich der Fokus von der Frage, ob es diese Jobs geben wird zu der, ob diese Jobs besetzt werden können.
(mehr …)Innovation bewusst bremsen
Wenn ich bei Vorträgen und Workshops Teilnehmer aus Unternehmen herausfordern möchte, werfe ich in den Raum, dass Geschwindigkeit vielleicht nicht alles ist. Die Blicke sagen mir dann, dass ich wohl gerade etwas nahezu Blasphemisches geäußert habe. Um bei der digitalen Transformation aufzuholen, geben viele Unternehmen die Prämisse „Wir müssen viel schneller werden“ aus. Das ist verständlich. Die Transformation wird vor allem über ihre Beschleunigung erlebt. Andere Aspekte wie Komplexität sind schwerer wahrnehmbar, geschweige denn beantwortbar.
„Move fast and break things“
Mehr und mehr lassen sich inzwischen aber auch die Kosten der Fokussierung auf Geschwindigkeit beobachten: Von Facebook, das nicht so recht weiß, wie es auf den „Missbrauch“ seiner Plattform reagieren soll, bis zur massiven Zunahme von Hacks, Leaks und weiteren Cyber-Security-Themen. Wir sehen die Konsequenzen von „Move fast and break things“ und genau deswegen hinterfrage ich bewusst den Geschwindigkeitsfetisch.
(mehr …)Digitale Zukünfte verstehen und gestalten

Im Juni war ich in Frankfurt, um bei der dfv Mediengruppe einen Vortrag über den Einsatz von Methoden aus der Zukunftsforschung im Unternehmensalltag zu sprechen.
(mehr …)N.K. Jemisin über World-Building
Die Broken-Earth-Trilogie sind fantastische Science-Fiction-/Fantasy-Bücher (SFF). Ich bin gerade in der Mitte des zweiten Buchs und kann sie nur wärmsten empfehlen. Jemisin hat für jedes der drei Bücher in der Trilogie und damit drei Jahre in Folge den Hugo-Award bekommen. Das hat vor ihr noch niemand hinbekommen.
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