Wir haben kein Problem mit der Automatisierung, sondern mit der (Fort)Bildung.

Aktuelle Studien kommen vermehrt zu dem Ergebnis, dass die Automatisierung durch digitale Technologien wie künstliche Intelligenz, Jobs nicht vollständig ersetzt, sondern vorrangig verändert. Mensch und Maschine arbeiten zunehmend zusammen, statt dass die Maschine den Menschen überflüssig macht. Jobs fallen nicht einfach weg, sondern bekommen ein anderes Anforderungsprofil. Automatisierung und Fachkräftemangel sind damit nicht entgegengesetzte Probleme, sondern sind miteinander gekoppelt. Dadurch verlagert sich der Fokus von der Frage, ob es diese Jobs geben wird zu der, ob diese Jobs besetzt werden können.

Um mit den Möglichkeiten der technologischen Entwicklung Schritt halten zu können, müssen Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Regierungen massiv in die Fortbildung von Mitarbeitern investieren. Die Anforderungen an zukünftige Jobs unterscheiden sich fundamental von denen, für die heute ausgebildet wird. Das bezieht sich nicht nur auf den Umgang mit Technologien. Die Untersuchungen zeigen, dass sich durch die Automatisierung Jobprofile, nicht nur im Bereich von Führung und Management verändern, sondern sich zunehmend auf zwischenmenschliche Aufgaben verlagern. Empathie im Umgang mit Kunden und Mitarbeitern sowie die kompetente Handhabung von KI sind Schlüsselkompetenzen für viele Jobs der Zukunft. Hier müssen neue Fortbildungsprogramme ansetzen.

Eine Studie des World Economic Forums (WEF) geht davon aus, dass mehr als die Hälfte aller Arbeiter und Angestellten bis 2022 signifikantes „re- and upskilling“ brauchen wird. Nicht nur die Beschäftigung der Arbeitnehmer, sondern auch der wirtschaftliche Erfolg der Unternehmen hängt von der Tatsache ab, ob dies gelingt.

Es ist also ein hervorragender Zeitpunkt, um eine Schule, Akademie oder ein Fortbildungsprogramm zu starten. Mit Third Wave arbeiten wir derzeit unter anderem an einer Foresight-Fortbildung für Führungskräfte. Dabei vermitteln wir Methoden und Fähigkeiten, um Zukünfte zu analysieren und zu gestalten. Führungskräfte können am besten führen, wenn sie ein klareres Bild davon haben, wo die Reise hingehen könnte. Bei Interesse an dem Programm, gerne melden.

*Mehr denn je sollte man enorm vorsichtig mit den Zahlen solcher Prognosen sein und sich die Methodiken hinter den Studien genau ansehen.

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