Wir haben kein Problem mit der Automatisierung, sondern mit der (Fort)Bildung.

How much future do you have?

Aktuelle Studien kommen vermehrt zu dem Ergebnis, dass die Automatisierung durch digitale Technologien wie künstliche Intelligenz, Jobs nicht vollständig ersetzt, sondern vorrangig verändert. Mensch und Maschine arbeiten zunehmend zusammen, statt dass die Maschine den Menschen überflüssig macht. Jobs fallen nicht einfach weg, sondern bekommen ein anderes Anforderungsprofil. Automatisierung und Fachkräftemangel sind damit nicht entgegengesetzte Probleme, sondern sind miteinander gekoppelt. Dadurch verlagert sich der Fokus von der Frage, ob es diese Jobs geben wird zu der, ob diese Jobs besetzt werden können.

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Fachkräftemangel vs. Automatisierung

Während von den Konferenzen bis zu den Feuilletons über die Automatisierung diskutiert und immer häufiger die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens gefordert wird, verkündet die Kanzlerin am Wochenende, dass sie bis 2025 die Vollbeschäftigung – Arbeitslosenquote unter 3 Prozent – erreichen möchte (und nimmt einmal mehr der SPD die Butter vom Brot).

Obwohl heute der Arbeitsmarkt vom ständig zunehmenden Fachkräftemangel geprägt ist, erwarten wir übermorgen die AI-getriebene Arbeitslosigkeit. Mich fasziniert diese temporale Blackbox, für die wir annehmen, dass sie irgendwann der Dynamikwechsel produziert. Sie ist ein hilfreiches Vehikel, um Thesen zur Zukunft der Arbeit zu entwickeln. Vielleicht enthält sie z.B. viele neue Jobs, deren Aufgabe es ist Algorithmen auf bestehende Jobs zu trainieren…