Filtrat KW 08/15 – Maschinenarbeit

Inspiriert von Matt Webb und Michael Sippey, probiere ich ein neues Format aus: „Start a new draft post on Monday, dump things in it over the week, rewrite and cull along the way, what’s left gets published on Friday.“

1.

Ein Artikel über die Zukunft von autonomen Autos, der das Wiener Übereinkommen nicht erwähnt, ist aus meiner Sicht unglaubwürdig.

Artikel 8, Absatz 1:

Jedes Fahrzeug und miteinander verbundene Fahrzeuge müssen, wenn sie in Bewegung sind, einen Führer haben.

Neue Assistenzsysteme auf dem Weg zu autonomen – d.h. nicht mehr vom Fahrer gesteuerten – Auto werden auch weiterhin stark zunehmen. Aber der Zeitpunkt, an dem der Fahrer eines Autos nicht mehr in der Lage sein muss jederzeit einzugreifen zu können, ist noch sehr, sehr weit weg. Nicht aus technischen, sondern aus rechtlichen Gründen. „Filtrat KW 08/15 – Maschinenarbeit“ weiterlesen

Arbeiten im Stehen

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Es gibt zwei Themen, bei denen ich mich immer gefragt habe, wie viel Studien ich über die positiven Effekte noch lesen muss, bevor ich sie endlich angehe. Das eine ist Meditation. Dazu ein andermal mehr.

Das andere ist Arbeiten im Stehen, dass wir letzte Woche im Büro angegangen sind. Mehr dazu in der Week Note 164.

Webperlen vom 23.10.2013

Links und Artikel, die ich interessant finde. Alle Links auch auf Pinboard.

Innerlich gekündigt

Wir beschäftigen uns bei Third Wave gerade unter anderem mit dem Thema ‚Zukunft des Publishings.‘ Eines der faszinierenden Unternehmen in dem Bereich ist BuzzFeed aus New York. Wer sich inspirieren lassen möchte, wie ein Unternehmen heute im Web erfolgreich Inhalte produzieren und monetarisieren kann, sollte sich den [Vortrag von BuzzFeed-Chef Jonah Peretti][1] beim Changing Media Summit ansehen. Die interessantesten Aussagen von ihm, haben wir auf unserem [Firmenblog][2] festgehalten.

Während ich den Vortrag angeschaut habe, sind mir direkt am Anfang zwei Aussagen aufgefallen, die mich zusammengenommen, stutzig gemacht haben:

  • BuzzFeed hat 40 Millionen Besucher im Monat.
  • Ihre Kernzielgruppe fällt in die Kategorie „Bored at work.“ Peretti beschreibt diese Gruppe mit „Die Hälfte des Tages arbeiten sie und die andere Hälfte sind sie im Web unterwegs, schicken sich Nachrichten usw.“

Zusammengenommen bietet sich für mich einmal mehr ein Bild einer riesigen Arbeitnehmerschaft, die, wie man in Deutschland gerne sagt, „innerlich gekündigt“ hat. „Innerlich gekündigt“ weiterlesen

Arbeiten in Bewegung

Ich wurde vor ein paar Monaten gefragt, ob ich für ein Magazin ein paar Tipps für das Arbeiten unterwegs zusammenstellen könnte. Da diese Tipps nie erschienen sind, veröffentliche ich sie nun hier. Nicht wirklich was neues dabei. Mehr eine kurze Sammlung von Erfahrungen. „Arbeiten in Bewegung“ weiterlesen

Das Ende der Arbeit

Neue Arbeitsplätze müssen her. Da sind sich die Politiker aller Lager einig. Klar, der Wähler erwartet das. Er fühlt geradezu einen Anspruch auf die Möglichkeit zu arbeiten. Was sich aber kaum ein Politiker öffentlich zu fragen traut: Was, wenn das einfach irgendwann nicht mehr möglich ist?

Durch den technologischen Fortschritt werden Arbeitsplätze obsolet und fallen weg. Das war schon immer so. Bisher hat der Fortschritt aber immer genug neue Arbeitsplätze geschaffen. Darauf beruhen unsere Planungen. Wer in seinem erlernten Beruf keine Arbeit mehr findet, der muss halt umschulen.

Was aber, wenn der technologische Fortschritt mit einer Geschwindigkeit und in eine Richtung passiert, in der mehr Arbeitsplätze überflüssig als neue geschaffen werden können? „Das Ende der Arbeit“ weiterlesen

Meconomy von Markus Albers

Es prickelt… bei vielen. Wenn man sich z.B. den Artikel ‚Machen‘ von Kai und vor allem auch die Kommentare dort ansieht, lässt sich gut beobachten, wie bei vielen gerade der gleiche Gedanke im Kopf rumschwirrt: „Ich will mein eigenes Ding machen.“ Unzufrieden mit der Abhängigkeit von anderen und aufgerüttelt durch den Wegbruch von scheinbar sicheren Festanstellungsjob in der Krise, fragen wir uns, in was wir den Großteil unserer Zeit in den nächsten Jahren investieren wollen.

Genau an diesem Punkt setzt Markus Albers an. Mit seinem ersten Buch ‚Morgen komm ich später rein‘ hat er uns gezeigt, dass in visionären Unternehmen auch eine Festanstellung alles andere als ein dröger Job von 9 bis 20 Uhr vor der Computertastatur in einem tristen Großraumbüro sein muss. Sein neues Buch ‚Meconomy‘ zeigt uns nun, wie die aktuellen Trends in Wirtschaft und Technologie es uns erlauben, wie nie zuvor unser eigenes Arbeitsleben aufzubauen. „Meconomy von Markus Albers“ weiterlesen

TED: Alain de Botton über eine neue Philosophie des Erfolgs

Alain de Botton (@alaindebotton) hat es innerhalb von zwei Büchern (gerade How Proust Can Change Your Life beendet) geschafft, zu meinem Lieblingsautor zu werden. Mit unglaublicher Liebe zum Detail und den feinen Nuancen beobachtet er den Alltag und gibt rücksichtsvoll Hinweise zur Verbesserung, die sich bei längerem Überlegen als geniale Einblicke herausstellen. Genauso auch in diesem Vortrag bei TEDglobal vor ein paar Wochen, in dem er unsere Herangehensweise an „Erfolg“ hinterfragt.