Arbeit 4.0 braucht eine neue Arbeiterbewegung

Für das Debattenforum des Tagesspiegels habe ich zum Thema ‚Arbeit 4.0 – Fluch oder Segen?‘ habe ich passend zum 1. Mai einen Beitrag mit dem Titel ‚Wir brauchen eine neue Arbeiterbewegung‘ geschrieben. Darin fasse ich die Kernthesen meines Vortrags ‚Mensch, Macht, Maschine – Wer bestimmt wie wir morgen arbeiten?‘ zusammen.

Im Grunde wiederholt sich hier gerade die Geschichte. Wie in der ersten industriellen Revolution bevorteilt der Einsatz neuer Technologien erstmal das Kapital und die „Fabrikbesitzer“. Und damals wie heute geht es nun darum, die Balance wiederherzustellen. Das Problem ist nicht, wie von Eric Schmidt prognostiziert, die Automatisierung von Jobs, sondern einmal mehr die Ausbeutung von Menschen. Es geht zunächst nicht darum, wie wir morgen arbeiten, sondern wer bestimmt wie wir morgen arbeiten. Wir brauchen eine neue, digitale Arbeiterbewegung, die sich neue Rechte für das 21. Jahrhundert erkämpft.

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Meine #rpTEN Empfehlungen

Ich habe mich mal durch das komplette Programm gewühlt und die Vorträge und Panels ausgewählt, bei denen mir die Vortragenden bekannt sind oder das Thema interessant klingt.

Ich selbst halte dieses Jahr keinen Vortrag, moderiere aber ein Panel am Mittwoch:

Big Data Und Arbeitnehmern: Zwischen Selftracking & Corporate Panopticon, Panelisten Andrea Kocsis und Andreas Dewes, 4.5., 12:30 Uhr, Stage 5 „Meine #rpTEN Empfehlungen“ weiterlesen

Was ich 2015 getan habe

Eine typische Frage, die ich z.B. nach Vorträgen fast immer gestellt bekomme: „Das ist ja alles sehr interessant. Aber ich habe immer noch nicht vestanden, was du eigentlich machst.“

Deswegen habe ich vor ein paar Wochen für meinen Newsletter aufgeschrieben, was ich 2015 in meiner täglichen Arbeit so gemacht habe. Den Artikel habe ich inzwischen auch auf Medium veröffentlicht (auf Englisch).

This year, Igor and I celebrated the fifth anniversary of our company Third Wave. We work somewhere in the margins between a business consultancy and a think tank. Our primary job is to help organizations make sense of what has been summed up as “digital transformation”.

Internet of Newsletters

Auszug aus der Newsletter-Ausgabe, die am Montag raus geht: Die Newsletter, die ich derzeit mehr oder weniger regelmäßig lese.

GTD-Grundlagenserie im Überblick

2007 habe ich für das Blog imgriff.com eine ausführliche Artikelserie über die Grundlagen von Gettings Things Done (GTD), dem Organisationssystems von David Allen, geschrieben. Seitdem habe ich jeden, der sich für GTD interessiert auf die Serie verwiesen. Allerdings ging imgriff.com im Oktober 2014 an forderland.de. Dabei ist die Übersicht zur Serie verloren gegangen. Deswegen habe ich noch mal alle Artikel zusammen gesucht und liste sie hier auf.

Wem das immer noch zu viel ist dem sein mein Artikel GTD in einer Nußschale empfohlen, in dem ich alle wichtigen Prinzipen zusammen gefasst habe. Übrigens immer noch der mit Abstand meistbesuchteste Artikel auf diesem Blog.

Mein neuer Newsletter

newsletter header

Ich habe einen neuen Newsletter gestartet. Ein paar Gedanken, vier bis fünf Links zu interessanten Artikeln und ein paar Updates von Vorträgen und anderen Dingen, die mich gerade beschäftigen. Das alles auf Englisch und jeden Montag.

Abonnieren geht hier. Ausgabe #1 und #2 sind schon da.

Filtrat 33/2015 – Slumdesign, Soundcloud, Amazon und feige Politiker

1.

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Want to design the future of slums? Seeking a Creative Director partner at Utopia, a new design firm for slums. https://t.co/OTwAv1L2l2

— Jonathan Hursh (@jonhursh) August 11, 2015

Ich hoffe ja immer noch, dass das eine großartige Satire ist. Aber der Mann und sein neues Unternehmen Utopia – Slums 2.0, City Slums Strategies und SLUMLabs – scheinen das ernst zu meinen. Der Neoliberalismus macht vor nichts halt und Design Thinking bietet das passende Vokabular. „Filtrat 33/2015 – Slumdesign, Soundcloud, Amazon und feige Politiker“ weiterlesen

Gig Economy in Kurzgeschichten

Damit wir die Diskussionen um mögliche Zukunftsvisionen besser führen können brauchen wir bessere Geschichten.

In Der Geist in der Maschine habe ich davon gesprochen, wie Science Fiction uns helfen kann ein besseres Gefühl für mögliche Zukunftsszenarien zu bekommen und so aktuelle Diskussionen anders führen zu können.

Hier sind einige Kurzgeschichten, die den Alltag in einer nahen Zukunft beschreiben, in der die Gig Economy eine wesentliche Rolle spielt. „Gig Economy in Kurzgeschichten“ weiterlesen

Hillary Clinton & Fred Wilson zur Gig Economy

In einer Rede hat sich Hillary Clinton auch zur Gig Economy geäußert:

Meanwhile, many Americans are making extra money renting out a small room, designing websites, selling products they design themselves at home, or even driving their own car. This on-demand, or so-called gig economy is creating exciting economies and unleashing innovation.
But it is also raising hard questions about work-place protections and what a good job will look like in the future.

Der Großteil von „Silicon Valley“1 scheint Clinton’s Aussage als Angriff verstehen zu wollen. Der Venture Capitalist Fred Wilson ist reflektierter und stellt die, aus meiner Sicht, richtigen, ergänzenden Fragen:

Can you be a freelance worker if you don’t own the data about your work and earnings history and be able to take it with you when you leave a platform or export it to a third party for optimization? Can you be a freelance worker if you are indentured to your employer because they loaned you the money to purchase the asset you are using to earn your income? I think the answer to both is obviously no. But there are companies who argue that it is yes.

  1. Wie immer ist hier weniger der Ort als das Mindset gemeint.