Mein Medienkonsum Weihnachten 2014

Mediendiät 2014

Nach der arg verknappten Version letztes Jahr gibt es dieses Jahr wieder eine ordentliche Ausgabe dieser jährlichen Bestandsaufnahme (2012, 2011.
Kurz zum Kontext: Weihnachten und die Zeit „zwischen den Jahren“ nutze ich, um ausführlich zu lesen. Die Auswahl des Lesematerials dient mir dabei gleichzeitig als Reflexionspunkt über die Veränderungen meines Medienkonsums.

Zeitung

Dieses Jahr gibt es ein paar Überraschungen. So habe ich vor ein paar Wochen ein Abonnement für eine Tageszeitung abgeschlossen. Zugegeben, es ist nur ein Wochenend-Abo, aber immerhin. Die neue Wochenendausgabe der SZ hat es mir angetan, sowohl was die Themenwahl angeht als auch die Perspektiven der meisten Redakteure. Passiert mir sonst eher selten, dass ich die Meinungsseite einer Tageszeitung gerne lese.

Bücher

Aus dem Artikel von 2012:

Mit gedruckten Büchern wird es 2013 bei mir final vorbei sein. Dafür sind die Markierfunktionen von Kindle und Readmill für mich einfach zu hilfreich.

„So ne Katastrophe, das ging mächtig in die Hose.“ Es stellt sich heraus, das die Markierungen in Kindle-Büchern ohne großen Aufwand kaum weiter verwendbar sind und das eine Verlagsindustrie ein technisch großartiges Startup wie Readmill lieber sterben lässt als das Knowhow um digitale Lesegewohnheiten und Konzepte von digitalen Texten zu sichern.

Ich bin, was non-fiction angeht, inzwischen wieder beim gedruckten Buch gelandet, weil es immer noch die beste Möglichkeit ist mit Text zu arbeiten und nicht an allen Ecken und Enden vom DRM eingeschränkt zu werden. Fiction dagegen findet bei mir vor allem auf dem Kindle statt, der für mich nach wie vor hervorragend als Lesegerät funktioniert. Dort lese ich zum Beispiel auch die ausführlichen Artikel des Journalistenkollektivs Deca.

Von den abgebildeten Büchern habe ich Die granulare Gesellschaft knapp zur Hälfte gelesen und bin positiv überrascht. Ist schon ein bisschen her, dass ich ein gut recherchiertes und vor allem einigermaßen ausgewogenes Buch zur Digitalisierung aus Deutschland gelesen habe.

Magazine

Komplett gescheitert ist für mich der Versuch, gedruckte Magazine ins digitale, vorwiegend als iPad-Versionen, zu übertragen. Ich lese sie dann doch lieber gedruckt. DoYouReadMe um die Ecke vom Büro zu haben, tut sein übriges.
Riposte ist das beste Printmagazin, dass ich dieses Jahr gesehen habe. Auch Forecast als neues Sondermagazin der Monocle finde ich gelungen (nett von ihnen, dass sie alles, was ich an Monocle interessant fand, in ein Produkt gepackt haben, das einmal im Jahr erscheint, das spart Geld). Delayed Gratification ist mein Standardbeispiel für ein Magazin, das die Stärken des Formats verstanden hat.

Comics

Der neue Screen des iPad Air 2s macht es zu einem perfekten Lesegerät für digitale Comics, von denen ich in diesem Jahr viele neu entdeckt habe: Hawkeye, Sex Criminals, Trees, Ms Marvel, The Wicked + The Divine und Saga.

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