Incase Quick Sling Bag für das iPad Air im Test

Incase Quick Sling mit iPad

Ich bin auf der Suche nach einer neuen Tasche. Nach wie vor bin ich recht viel zu Fuß unterwegs, insbesondere zwischen Büro und Wohnung. Aber auch sonst versuche ich viel zu gehen statt zu fahren. Um meinen Rücken zu entlasten lasse ich in der Regel das Laptop zurück und habe nur das iPad konstant dabei. Lange war ich mit einer recht großen Messenger Bag unterwegs, die ich dann irgendwann durch einen Rucksack ersetzte (auch im Interesse meines Rückens). Auf Wochenend-Touren leistet er hervorragende Dienste, ist mir aber für den Alltag doch etwas zu groß. Das gleiche gilt für die Messenger Bag.

Ich suche also eine Tasche, die iPad und Alltagskleinkram gut verstaut und angenehm zu tragen ist. Sie sollte möglichst nicht zu sehr lose am Körper baumeln, da das bei längeren Strecken zu Fuß doch enorm nervt.

Zurück zu Incase

Nachdem ich die letzten Jahre vor allem auf Mission Workshop für zuerst meine Messenger Bag und dann meinen Rucksack gesetzt habe, wollte ich mir mal wieder ansehen, was Incase, eine alte Liebe, derzeit so bietet. Unter dem leicht missverständlichen Label Wearables bieten sie gerade kleinere Taschen für den Alltag mit Tablets an.

Die Quick Sling Bag sah mir nach einer durchdachten Lösung aus, die auf bewährte Incase Materialien und Features setzt, die, soweit ich das verstehe, auf Ideen aus der beliebten Fototaschenserie von Incase beruhen.

Die Quick Sling in der Praxis

In der Praxis bringt die Tasche genau die erwarteten Vorteile mit: solide Verarbeitung, (weitgehend) hochwertige Materialien und vor allem ein schlüssiges Konzept. Die Quick Sling hat ein gepolstertes Fach für das iPad, in das sowohl mein altes iPad 3 als auch mein neues iPad Air 2, jeweils mit Smart Cover, ohne Probleme Platz finden. Daneben ist ein zweites, größeres Fach, in dem man die Apple Wireless Tastatur und Kleinkram wie Kabel, Netzteil und Portemonnaie unterbringen kann. Zusätzlich gibt es noch ein kleines Fach vorne auf der Tasche.

Die Quick Sling Bag ist, wie der Name schon sagt, so konzipiert, dass man sie sich mit Gurt und Zugsystem schnell auf den Rücken packen kann, ähnlich einer Messenger Bag. Das lose Ende des Gurtes kann man dann in den festen Teil einhängen, so dass nichts runter hängt.

Will man nun auf den Tascheninhalt zugreifen, zieht man das lose Ende aus dem festen Gurt heraus, löst mit einem Griff an die Schulterschnalle den Gurt und zieht mit der anderen Hand die Tasche nach vorne. So kann man, wie von guten Messenger Bags gewohnt, schnell auf den Inhalt zugreifen, ohne die Tasche abnehmen zu müssen.

Auf dem Papier und isoliert betrachtet macht das alles sehr viel Sinn. Einzig die etwas billig wirkenden Plastikschnallen finde ich nicht ganz optimal. Allerdings tragen die wohl wiederum dazu bei, dass die Tasche mit ca. 90€ einen fairen Preis hat.

Persönliches Fazit

Was ich bei all dem nicht beachtet habe ist, dass eine Tasche fürs iPad logischerweise sich auch an dessen Größe orientieren wird. Und so ist es leider so, dass die Tasche trotz ihres guten Konzepts auf meinem nicht ganz kleinen Rücken eher lächerlich wirkt. Andere mögen das entspannter sehen. Aber für mich funktioniert die Optik einfach nicht.

Die Tasche, etwas größer und vielleicht ein bisschen mehr an Messenger Bags statt Rucksäcken angelehnt, wäre wahrscheinlich meine optimale Lösung.

Aber für iPad-Benutzer, die im Alltag gerne nur mit iPad und z.B. Apple Tastatur unterwegs sind und die entweder einen kleineren Rücken haben oder sich an der Optik nicht stören, kann ich die Quick Sling Bag empfehlen.

Man bekommt sie am einfachsten auf goincase.de.

Disclaimer: Nachdem ich bisher alle meine Incase-Taschen selbst gekauft habe, habe ich diesmal beim Deutschen Vertrieb angefragt, ob man mir die Tasche zum Testen zur Verfügung stellen würde, was auch ohne Probleme geklappt hat. Vielen Dank an Säck & Nolde dafür.

Kommentar verfassen