Welcome to Germany

Muhammed und sein Bruder
Foto: Martin Gommel

Wie geht man mit der eigenen Unsicherheit vor dem Unbekannten um? Man kann sie verteufeln und gegen sie auf die Straße gehen. Oder man kann sich ihr bewusst stellen und dadurch das Unbekannte ein bisschen vertrauter und persönlicher machen.

Martin Gommel ist der Betreiber des Fotografie-Magazins Kwerfeldein und ein alter Freund. Als die Diskussion um Migration und Flüchtlinge in den letzten Wochen immer heftiger wurde, hat er sich ein Herz gefasst, seine Kamera gepackt und ist zum Flüchtlingscamp in Karlsruhe gegangen.

I wanted to see the faces to all that stuff that is in the news every day. I wanted to talk to actual people and wasn’t any longer satisfied with numbers that are thrown around so very often. 

Auf seinem Tumblr hält Martin seine Begegnungen mit den Flüchtlingen mit Porträts und sehr persönlichen Eindrücken fest. Das Ganze ist mehr Tagebuch als Aktivismus. Aber vielleicht macht gerade das die Aktion so stark.

Martin schließt jedes Porträt mit den Worten „Welcome to Germany“ ab. Dem kann ich mich nur anschließen.

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