Monocle 24


Meine Meinung zu Tyler Brûlé ist eine gespaltene. Aber auch wenn mich manches nervt, kann ich doch anerkennen, wenn er mal wieder ein mehr als solides Produkt entwickelt hat und sich dabei gegen den Trend der Industrie stellt.

Radio ist für mich persönlich seit langem kein relevantes Medium mehr. Was man da insbesondere in Deutschland in der Regel geboten bekommt, halte ich normalerweise keine 20 Sekunden aus. Es gibt wenige Ausnahmen wie dradio und einzelne Sendungen, die ich, wenn überhaupt, per Podcast konsumiere. Klassischer Radiokonsum ist kein Teil meines Medienmixes. Bis Brûlé Ende Oktober Monocle 24 gelauncht hat. „Monocle 24“ weiterlesen

Nachrichten adé

Ich habe ja eine gewisse Schwäche für Herausforderungen wie diese. Rolf Dobelli, Schriftsteller und unter anderem Gründer von getAbstract, forderte in einem längeren Magazinartikel im März dazu heraus, den Konsum von Nachrichten komplett einzustellen: Vergessen Sie die News!

Heute sind wir im Bezug auf News an dem Punkt, wo wir in Bezug auf FastFood vor zwanzig Jahren standen.

Er führt zahlreiche Argumente an, warum News für unser Leben irrelevant sind und uns bei unser Kreativität und unserem Denkvermögen einschränken.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich ihm bei allen Punkten so zustimme. Aber es ist auf jeden Fall sehr erfrischend, in dem Bereich etwas kritisches zu lesen, das nicht auf purer Technologiefeindlichkeit und Nostalgie basiert.
Wie gesagt, ich mag Herausforderungen. Und was der Verzicht auf Nachrichtenkonsum für den Umgang mit der Informationsflut bedeuten würde …

(Danke an Stefan Raguse für den Tipp.)

Zum Tod von Steve Jobs

The greatest legacy of Steve Jobs is that he gave permission to everyone else to be a poet of computers, to be a businessman in blue jeans, to be a constructive misfit, a technological artist, a corporate renegade, to think different, and to remember the soul of the machine.

Kevin Kelly

Als ich am Donnerstag mit dem ersten Blinzeln beim aufwachen wie gewohnt nach meinem iPhone griff, erwartete mich eine Push Notification der Tagesschau App mit der Meldung, dass Steve Jobs gestorben war. Die nächste Stunde verbrachte ich damit, all die Reaktionen auf Twitter nachzulesen und dann auf meinem MacBook die verschiedenen Ehrungen von Webseiten wie Wired und BoingBoing zu betrachten. Eins der ersten Zitate, das ich las, war die Aussage von Obama, dass man den Umfang des Erbes von Steve Jobs daran sehen könne, wie viele von uns die Nachricht über seinen Tod auf einem seiner Geräte erhalten haben. Auf den Punkt. „Zum Tod von Steve Jobs“ weiterlesen

Komplex

Es ist schwer, verdammt schwer. Wenn ich höre und sehe, was z.B. die letzten Tage und vor allem Nächte in London passiert ist, fange ich an, nach Erklärungen zu suchen, um das Unverständnis zu kanalisieren. Die Kürzungen der Jugendclubs sind schuld. Oder vielleicht doch Werbung und Kapitalismus? Die Arroganz und Weltfremdheit der Politik? Twitter und Blackberrys? Alles ein bisschen? „Komplex“ weiterlesen