Finite and Infinite Games

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James P. Carse war mir völlig unbekannt, bis mir Boris sein Buch Finite and Infinite Games empfohlen hat. Carse ist Religionswissenschaftler im Ruhestand und war Professor für Religionsgeschichte und Literatur an der New York University. In dem Buch beschrieb Carse Mitte der Achtziger ein philosophisches Konzept bzw. Gedankenspiel, nach dem sich alles Verhalten in zwei Arten von „Spiele“ einordnen lässt: endliche und unendliche. Von diesem Konzept ausgehend, denkt Carse über praktisch alle großen Konzepte des Lebens nach und beschreibt sie aus dieser neuen Perspektive. „Finite and Infinite Games“ weiterlesen

Shuu.sh macht leises laut

Die Damen und Herren von BERG London hatten mal wieder eine großartige Woche. Am Dienstag ging SVK, ihre langerwartete Comic-Kollaboration mit Warren Ellis, in den Verkauf und war innerhalb von zwei Tagen ausverkauft. Mehr dazu, wenn meine Kopie bei mir angekommen ist. Zum Ende der Woche ging dann ein kleines Nebenprojekt online, was nach eigenen Angaben in erster Linie dazu diente, ihrer Creative Technolgist Alice Bartlett die Möglichkeit zu geben, sich in Ruby on Rails einzuarbeiten. „Shuu.sh macht leises laut“ weiterlesen

Hirnfutter von Kevin Slavin

Kaum jemand hat meinem Gehirn in den letzten Monaten so viel Futter gegeben wie Kevin Slavin (@slavin_fpo) (mit Ausnahme von James P. Carse – dazu später mehr). Der Gründer von Area/Code (kürzlich an Zynga New York verkauft) und Starling scheint beständig auf einem anderen Level zu denken.

Igor hatte kürzlich die Gelegenheit, ihn zu interviewen (s. oben). Wer mehr wissen will, dem seien die nachfolgenden Vorträge empfohlen.

Bei der Next11 hat Slavin eine überarbeitete Version seines Vortrags zum Thema Algorithmen gehalten, den ich schon von der Lift11 (bzw. vom Livestream der Lift11) kannte. Auch beim zweiten Mal hören und sehen, war mein Kopf wieder kurz vorm Explodieren.

Beim Mobile Monday in Amsterdam vor kurzem hat Slavin seinen Vortrag kurz vorher auf einem Boot in den Kanälen von Amsterdam geschrieben. Herausgekommen ist dabei eine harte aber feine Kritik am Hypethema Augmented Reality.

Schon etwas älter ist sein Vortrag von der 2Screen 2010, in dem er die konzeptionellen Grundlagen für seine aktuelle Firma Starling beschreibt. Diese beschäftigt sich damit, wie sich unser TV Konsum verändert hat und wie man dafür Unterhaltungsprodukte entwickeln kann.

Ich würde ja gerne noch genauer beschreiben, womit Slavin sich beschäftigt, aber soweit ist mein Hirn noch nicht.

Warum ich mir Apple Keynotes ansehe

Der von Bruce Sterling propagierte Konsumansatz hält auch als Erklärung her, warum ich mir nach wie vor jede Keynote von Apple verfolge (hier die letzte). Ich verbringe in der Regel 12 bis 16 Stunden am Tag vor einem Applerechner. Die restliche Zeit befindet sich meist ein mobiles Applegerät in meiner Hand. Ich kaufe Apple Produkte, weil sie nach Sterling’s Ansatz die besten Produkte für das sind, was ich täglich mache. Andere Faktoren wie die Offenheit der Systeme, spielen für mich ebenfalls eine wichtige Rolle, sind in der Priorität aber etwas unter der Bedienbarkeit angeordnet.

Die Betriebssysteme, die Apple auf seine Geräte packt, haben wie kaum ein anderer Faktor Einfluss auf Spaß und Produktivität in meinem Alltag. Wenn Apple ein neues Feature einbaut oder ein bestehendes verbessert, hat das Auswirkungen für mich. Ich habe seit ein paar Tagen die iOS5-Beta auf meinem iPhone und iPad. Die neue Benachrichtungsfunktion und die Twitter-Integration sind großartige Erweiterungen, die verändern, wie ich kommuniziere. Ich erwarte ähnliches von den neuen Features in Lion, dem nächsten Mac Betriebssystem.

Deswegen verfolge ich Apples Keynotes: um Einblick zu bekommen, wie sich mein Alltag in naher Zukunft ein Stück weit verändern könnte und darüber nachzudenken, welche grundlegenden Verhaltensweisen das in Zukunft beeinflussen könnte (das ist mein Job). Ich würde übrigens das selbe mit Microsoft-Keynotes machen, würde ich einen Windows-Rechner benutzen.

Aus einem ähnlichen Grund lese ich übrigens immer das Handbuch, egal um was für ein Gerät es sich handelt. Ich will Geräte, die ich ständig im Einsatz habe, bis ins kleinste verstehen, um nicht eine Funktion zu übersehen, die meinen Alltag ein bisschen einfacher machen könnte. Ich denke, Herr Sterling würde das befürworten.