Was macht eigentlich kritische Zukunftsforschung?

Welche Bilder von der Zukunft hat wer im Kopf und warum – so lässt sich, grob vereinfacht, das Interesse der kritischen Zukunftsforschung beschreiben. Statt neue Zukunftsbilder (Zukünfte) zu entwickeln, beschäftigt sie sich vor allem mit den bestehenden und deren Wirkung. 

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Zukünfte gestalten – Neues Fortbildungsangebot

Warum wir bei Third Wave immer von „Zukünften“ sprechen

Es war ein voller Herbst für mich. Von Oktober bis Dezember habe ich zehn Vorträge und Workshops gehalten. Das Thema: Zukünfte verstehen und gestalten. Für uns bei Third Wave hat sich das als die zentrale Antwort auf die aktuellen Herausforderungen wie die digitale Transformation herauskristallisiert.

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Die Schnittstelle zwischen Technologie und Gesellschaft

Toomas Hendrik Ilves, früherer President von Estland, hat die aktuelle Ausgabe des sehr empfehlenswerten Exponential-View-Newsletters kuratiert. In seiner Einleitung schreibt er:

While we revel in – or at least enjoy – the technological advances, from social media to ride services, we have yet to understand or come to terms with what all this entails for electoral democracy as well as our privacy. Geeks and techies rarely think about the ethical and political implications of their products; politicians, law and policy makers often lack the basic skills to even understand how technology has changed how democracies work. The exceedingly small Venn diagram intersection set between technology companies’ understanding of democracy and democratic governments’ understanding of technology has been a concern, both professional and now academic, for at least a quarter-century. This edition of Exponential View is largely devoted to this. Nonetheless, governments and tech, despite living in nearly separate worlds will inevitably collide. To lessen the clash, each realm will need to educate itself about the other.

 

Diese Schnittmenge, die er beschreibt, ist auch für mich über die letzten Jahre zunehmend der Schwerpunkt meiner Arbeit und meiner Aufmerksamkeit geworden.

Technikfolgenabschätzung von soziotechnischen Zukünften

Deswegen war es für mich auch ein Schlüsselmomente der letzten Monate, als ich Christopher Coenen vom ITAS in Karlsruhe über Vision Assessment habe sprechen hören. Coenen kommt aus der Technikfolgenabschätzung, die, ziemlich genau das macht, was der Name beschreibt. In den letzten Jahren beschränkt sich die Analyse aber nicht mehr nur auf die technologischen Entwicklungen direkt, sondern schaut sich auch immer mehr die Vision von Technologieentwicklern an (Vision Assessment). Besonders spannend finde ich dabei die aktuellen Ideen rund um die Technikfolgenabschätzung von soziotechnischen Zukünften (PDF), die Technikvisionen aus zwei Dimensionen betrachtet:

  1. Ausdruck der Gesellschaft in den Zukünften
  2. Wirkung von Zukünften in der Gesellschaft
Die erste analytische Dimension konzentriert sich darauf, herauszufinden, welche gegenwärtigen gesellschaftlichen Zustände in einer soziotechnischen Zukunft ausgedrückt werden und auf welche Weise daraus Annahmen über wünschenswerte oder zu vermeidende, als realisierbar oder auch unerreichbar angesehene Zukunftsoptionen abgeleitet werden. Die zweite analytische Dimension fokussiert dagegen darauf, Wirkungen (sowie die Performativität) einer soziotechnischen Zukunft in ihrem jeweiligen gesellschaftlichen Kontext zu erfassen.

 

Diese Themen werden mich auch im zweiten Semester des Masters Zukunftsforschung beschäftigen, da auch die Schnittstelle zwischen Zukunftsforschung und Technikfolgenabschätzung mit der Analyse soziotechnischer Zukünfte eine neue Dimension bekommt, die mich sehr interessiert.

Zukunftsforschung – Warum ich noch mal studiere

zulassungsbescheid master zukunftsforschung

Seit letzter Woche bin ich offiziell an der Freien Universität Berlin immatrikuliert. Damit kehre ich nach 11 Jahren an die Uni zurück, um ab Oktober einen Master für Zukunftsforschung zu machen.

Zwei Faktoren hatten besonderen Einfluss auf meine Entscheidung – ein persönlicher und ein gesellschaftlicher

Persönliche Entwicklung

Nach 11 Jahren Berufspraxis kenne ich meine Stärken und Schwächen wesentlich besser. Zudem weiß ich inzwischen viel genauer, was im Berufsalltag funktioniert und was nicht. Auf dieser Basis habe ich den Master-Studiengang ausgewählt, der mir als Person und Third Wave als Firma helfen wird, in Bezug auf Research und Beratung ein neues Level zu erreichen. Gerade weil ich im Bereich Zukunftsforschung bereits einiges an Erfahrung habe, ist dieser Studiengang die ideale Möglichkeit meine „Street-Knowledge“ durch akademischer Expertise zu ergänzen und so meinen Fähigkeiten den Feinschliff zu geben.

Wenn alles nach Plan läuft, werde ich mit 40 den Abschluss machen. Dann liegen noch mindestens 20 Berufsjahre vor mir (wahrscheinlich sogar 30 bis 40 in irgendeiner Form). Deswegen erscheint mir der jetzige Zeitpunkt genau richtig für diesen Schritt. Preis dafür sind zwei Jahre, in denen Firma und Studium parallel laufen werden und sonst wahrscheinlich eher wenig. Aber hey, lebenslanges Lernen usw.

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