Ich würde jetzt gerne behaupten, dass der Relaunch dieses Blogs eine strategisch geplante Ego-Branding-Maßnahme war. Mit ihm habe ich ein emergierendes Thema antizipiert und bewusst ausgenutzt, um mich zielgruppengerecht ins ‚relevant set‘ der deutschen Influencer 2.0 zu bringen. Aber das wäre irgendwie gelogen.
Auch wenn ich seit Sonntag in Blogartikeln zur aktuellen Diskussion um den Status quo der deutschen Blogosphäre und persönliche Blogrevivals verlinkt werde (Stylespion, roitsch), muss ich leider zugeben, dass mein Relaunchtermin reiner Zufall war.
Ich hatte das Vorhaben schon lange im Kopf und, um ehrlich zu sein, war es bisher am Fehlen eines passenden WordPress-Themes gescheitert. Dass es nun am letzten Wochenende etwas wurde, lag vor allem am Regen. Ansonsten wäre ich nämlich sicher rausgegangen und hätte Tapio und Gerald im Foursquare-Battle um Frankfurt Paroli geboten.
Dennoch verfolge ich die Diskussion (gibt’s eigentlich schon ein offizielles Tag?) aufmerksam, da sie mir vor allem gute Argumente liefert, falls mich mal jemand fragen sollte, warum ich wieder mehr blogge und „Regen“ zu uncool klingt.
Dem einen oder anderen mag die Diskussion ja eher auf den Sack gehen. Blogger bloggen mal wieder übers Bloggen. Wie meta ist das denn bitte? Ziemlich, na und? Ich weiß, normalerweise bin ich auch eher ein Feind von Metadiskussionen und Nabelschau. Aber in diesem Fall werde ich das Gefühl nicht los, dass die Nabelschau dazu führt, dass viele ihre eigene Inhaltsproduktion reflektieren und der eine oder andere einen neuen Anlauf wagt. Mehr muss doch gar nicht …
Und falls euch die innere Ruhe aufgefallen ist, die zwischen den Zeilen dieses Textes mitschwingt, dann liegt das daran, dass ich gerade den OmmWriter ausprobiere. Peace out …