Webmanntag in Karlsruhe

Gut war er, der erste Webmanntag äh Webmontag gestern abend hier in Karlsruhe. Die Vorträge waren mir persönlich zu technisch. Aber ich will nicht meckern, hab ja auch nix gemacht. Das wird sich beim nächsten mal ändern. Ich schwanke noch zwischen ‚Clash of the Frameworks – Der ultimative Schwanzvergleich‘ und ‚Social Relationshipmanagement 2.0‘ mit Kennenlern- und Saufspielen, hehe. Aber ehrlich gesagt, haben mich die Vorträge auch nicht wirklich interessiert. Ich war wegen der Leute da. Und das hat sich richtig gelohnt. Ich liebe es ja immer, wenn aus Netzbekanntschaften reale Gesichter und Menschen werden, denen man die Hand schütteln kann. Nach den Vorträgen bildete sich irgendwie zufällig eine kleine Gruppe, mit der ich dann den Rest des Abends verbracht habe. Leute, es hat richtig Spaß mit euch gemacht, auch wenn ihr alle Geeks seid 😉

Was ich definitiv auf meine Kappe für’s nächste mal nehmen will, ist das ganze ein bisschen zu weiten. Es tut uns Geeks, glaube ich, immer wieder ganz gut, ein bisschen aus unserem eigenen Saft rauszukommen und den Blick zu weiten. War schon lustig gestern, weil bei den Vorträgen immer wieder begeistert Features aufgezählt wurden und was sich mit irgendwelchen Frameworks alles tolles machen lässt. Aber irgendwie ging es nie um den normalen Benutzer geschweige denn um Probleme außerhalb der virtuellen Welt. Wie wäre es z.B. einen Soziologen einzuladen, der was über Gesellschaftswandel erzählt oder sowas? Es ist sehr leicht, sich immer nur in seinem Spezialgebiet aufzuhalten. Ich finde, der Webmontag bietet eine ideale Möglichkeit, um den Horizont zu erweitern. Das spannende an den aktuellen Webgeschehnissen ist doch das Verlassen der Featuregeilheit und die Hinwendung zum Benutzer bzw. die Wahrnehmung des Benutzers in seinem sozialen Netzwerk usw.

Ich kann diesen Beitrag unmöglich beenden, ohne Beate zu erwähnen, um die sich wohl langsam Sagen aufbauen, hihi. Ohne Beate würden wir wohl alle immer noch einsam vor unseren Kisten hängen.

Wir sehen uns beim nächsten Webmontag in Karlsruhe.

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Webmontag am 29. Mai in Karlsruhe

Der Termin und die Location für den Webmontag stehen nun fest. Wir treffen uns am 29. Mai ab 19h in der Stadtmitte in Karlsruhe. Bin sehr gespannt auf den Abend und kann es kaum erwarten zu sehen, wer noch so alles in Karlsruhe rumläuft und sich mit den gleichen Dingen beschäftigt wie ich.

Der Webmontag ist sowas wie Gruppenkuscheln für einsame Web-Geeks. In verschiedenen Städten in Deutschland finden diese Abende statt, um sich kennenzulernen, inspiriert zu werden und darüber zu diskutieren, ob Web 2.0 entweder tot oder noch nie lebendig war. Hehe, also genau mein Ding…

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BillMonk – praktische Web-2.0-Anwendung

Wenn man die populären Web-2.0-Blogs liest,  scheint es gerade wenig innovatives im innovativen Web 2.0 zu geben. Alles, was da kommt, sind der xte webbasierte Feedreader, fünf neue soziale Nachrichtendienste ala Digg, noch ein Videodienst und ein weiteres flickr/GoogleMaps-Mashup. Dienste, die den normalen Alltag auch außerhalb des Webs leichter machen, fehlen weitgehend. Dabei setzen die erfolgreichen Angebote, die wirklichen Umsatz machen wie z.B. Basecamp genau hier an.

BillMonk ist eine positive Ausnahme. Mit dem Dienst kann man leicht festhalten und verwalten, wem man Geld geliehen hat und wer einem Geld geliehen hat. Ich weiß von mir, dass ich solche Dinge ständig vergesse. Ein Dienst, in dem ich das leicht speichern kann, wäre dabei eine große Hilfe. BillMonk bieten zum dem ganzen Feld des „social moneys“ noch einige Funktionen mehr an.

Social Software und Web-2.0-Dienste werden heute, nach meiner Beobachtung, so entwickelt, dass man schaut, wie man mit den gegebenen Technologien und Möglichkeiten etwas neues entwickeln kann. Man setzt bekannte Konzepte für immer neue Situationen um. BillMonk zeigt die umgekehrte Herangehensweise, die für mich wesentlich mehr Sinn macht. Man analysiert zuerst das Problem in seinem Umfang und seiner Komplexität. Dann sucht man nach passenden Lösungen. Zum Schluss schaut man, welche Konzepte und Technologien die Lösung möglich machen und entwickelt daraus einen Webdienste zur Lösung des Problems.

Ich denke, dass der Einsatz von Web-2.0-Prinzipien in dieser Herangehensweise großen Erfolg haben kann. Ansonsten wird Web 2.0 der Spielplatz von Geeks bleiben.