Konsum vs. Leben

You feel like life is always leading up to something, but it isn’t. I mean life is just life. It’s all happening right now, and we aren’t going to be any more complete a month from now than we are now.

Don Miller, Through Painted Deserts

Ich habe mich in den letzten Monaten oft gefragt, was noch passieren muss, damit ich mit meinem Leben zufrieden bin, Ziele erreicht habe und alles genießen kann. Wann habe ich genug Sicherheit von geldbringenden aber wenig aufregenden Aufträgen, um mich an die spannenden Projekte zu machen? Was muss sich bei Kubik noch verändern bevor es die Gemeinde ist, wie ich sie mir erträumt habe? Mir fällt immer wieder auf, wie sehr ich von der Konsumsucht geprägt bin. Man braucht immer noch ein bisschen mehr bis man glaubt zufrieden zu sein.
Don Miller schreibt in Through Painted Deserts sehr eindrucksvoll, wie er diese Konsumsucht bei sich selbst beobachtet. Er macht mit einem Freund einen Road-Trip durch den Westen Amerikas. Je mehr Zeit ins Land geht, desto weniger braucht er um glücklich zu sein. Wo sich früher sein Alltag um Produkte gedreht hat, reicht ihm jetzt ein Teller Kornflakes für einen Glücksmoment.

Wie kann ich dem Konsumterror entkommen? Wie kann ich im Jetzt leben? Wie genieße ich den Augenblick?

Veränderung

The seasons remind me that I must keep changing, and I want to change because it is God’s way. All my life I have been changing. I changed from a baby to a child, from soft toys to play daggers. I changed into a teenager to drive a car, into a worker to spend some money. I will change into a husband to love a woman, into a father to love a child, change houses so we are near water, and again, so we are near mountains, and again so we are near friends, keep chaning with my wife, getting our love so it dies and gets born again and again, like a garden, fed by four seasons, a cycle of change. Everybody has to change, or they expire. Everybody has to leave, everybody has to leave their home and come back so they can love it again for all new reasons.

Don Miller, Through Painted Deserts

Vielleicht fühle ich mich gerade so lebendig, weil sie bei mir in diesem Jahr schon so viel verändert hat und es gerade noch tut.

Don Miller

Es ist faszinierend, wie ich immer wieder auf „mysteriöse“ Weise zur richtigen Zeit das richtige Buch in die Hand bekomme. So lag am Samstag, als ich ins Büro kam, ein Amazon-Päckchen auf meinem Schreibtisch. Jemand hat mir aus irgendeinem Grund eine Freude gemacht und mir ein Buch von meiner Wunschliste geschickt. Saucool! Müsste man öfter selbst machen, wenn man merkt, wie geil es ist überraschend beschenkt zu werden.

In dem Paket war das Buch Through Painted Deserts von Don Miller. Krass, weil ich mich gerade nach seinem genialen Interview im Relevant Podcast (24.2. & 3.3.) ein bisschen mehr mit ihm beschäftige. Hab in Köln mit Micha über ihn geredet, der gerade Blue Like Jazz liest. War soweit, mir ein Buch von ihm zu bestellen und dann komm ich nach Hause und dort liegt bereits eins…

Schon beim Vorwort habe ich schnell gemerkt, wieso das Buch gerade „dran ist.“ Inzwischen kenne ich einige Autoren, die mich bewegen, herausfordern, mir Klarheit und Verständnis bringen oder neue Blickwinkel eröffnen. Aber auch nach den ersten Kapiteln denke ich, dass ich noch keinen Autor gefunden habe, der so sehr auf meiner Wellenlänge ist wie Don Miller. Könnte ich schreiben, ich würde wahrscheinlich die gleichen Dinge wie er schreiben. Also, macht euch auf mehr Don-Miller-Zitate in den nächsten Tagen gefasst. Und falls mir jemand helfen möchte, Ziel Nr. 5 zu erreichen – meine Amazon-Wunschliste

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