Webperlen vom 3.01.2015

Links und Artikel, die ich interessant finde. Alle Links auch auf Pinboard.

The Sound of the Drone

Wenn sich jemand in den letzten Monaten mit mir über das Thema Dronen unterhalten hat, stehen die Chancen gut, dass ich in dem Gespräch ein Essay von James Bridle erwähnt habe. Unter dem Titel The Sound of the Drone ist es letztes Jahr im Buch zur Ausstellung Dread in Amsterdam erschienen. Nun kann man den Text auch im Web lesen. Bridle beschreibt eindrucksvoll, wie es sich auf der einen Seite mit dem physischen und psychischen Terror der ständigen Dronenpräsenz z.B. im Jemen lebt und auf der anderen Seite, welche Schäden die Dronenpiloten bei ihrer Arbeit erleiden.

Leseempfehlung: The Sound of the Drone

Wie Zivilisten halfen, den Informationskrieg in Libyen zu gewinnen

Ashammakhi instinctively reaches for technological analogies to capture the complexity of this conflict. He likens those on the ground in the information war to a coöperative network of sensors giving feedback „continuously, dynamically, and in real time.“ He compares the way self-­organizing civilians come together in support of military operations to CPU scavenging, where spare capacity on individual computers is pooled across a grid. He cites moving examples of people stepping forward to fill a gap: strangers who left breakfast for hungry doctors; Yefren’s council leader, unasked, starting to clean the hospital—a task he quietly continued even on the day after his son was killed. Ashammakhi contrasts this with Qaddafi’s rigid hierarchy, obsessively focused on the leader and ultimately overthrown by a „network of nodes.“

John Pollock porträtiert die unterschiedlichsten Menschen, die während der Revolution von den verschiedensten Orten der Welt mit dem halfen, was sie hatten: Wissen, Netzwerke und Social Media. Der Artikel lässt einen mit einer Erkenntnis und einer Frage zurück: Die Beziehung zwischen der NATO und den zivilen Helfen vor Ort sind ein weiteres, typisches Beispiel für die Verwerfungen zwischen alten Institutionen und neuen, emergenten Netzwerken, wie man sie in allen Bereichen der Gesellschaft beobachten kann. Es bleibt die Frage, was man selbst hätte beisteuern können zum Informationskrieg in Libyen.

Link: People Power 2.0 – How civilians helped win the Libyan information war.