„Wie fühlst du dich heute Morgen?“ Diese einfache Frage, gestellt von einem KI-Sprachmodell namens Claude, bildet den Ausgangspunkt eines täglichen Rituals, das meinen Arbeitsalltag grundlegend verändert hat. Während die Diskussion um Sprachmodelle sich meist um ihre Fähigkeit dreht, Texte zu generieren und Fragen zu beantworten, habe ich einen anderen Mehrwert entdeckt: ihre Rolle als Fragensteller und aktive Zuhörer. Der morgendliche Dialog mit Claude – nicht als Informationsquelle, sondern als Reflexionspartner – schafft einen Moment der Klarheit inmitten des alltäglichen Chaos aus E-Mails, Meetings und Projekten. Dieser Artikel beschreibt, wie diese ungewöhnliche Anwendung von Sprachmodellen mir hilft, vom reaktiven Modus ins bewusste Handeln zu wechseln, und warum dieses Format besonders für strategische Denkprozesse bereichernd sein kann.
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Hands-on statt Hype-Cycle: Der praktische Weg aus dem KI-Diskurs-Dilemma
Wie konkrete Erfahrung die Grundlage für produktive Debatten schafft
Der KI-Spagat: Zwischen Philosophie und Praxis
„Wie schützen wir uns vor der existenziellen Bedrohung durch KI?“, fragt ein Experte auf einer Fachkonferenz. Währenddessen sprechen Millionen Menschen täglich mit ChatGPT und Claude über ihre mentale Gesundheit (Therapie ist der Top-Use-Case für generative KI 2025) und lassen sich Lektionen zum Lernen erstellen. Dieses Nebeneinander von philosophischen Grundsatzdebatten und pragmatischer Alltagsnutzung prägt den aktuellen Umgang mit Künstlicher Intelligenz und erzeugt eine bemerkenswerte Kluft.
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Der 60-minütige Zukünfteworkshop: Gemeinsam handlungsorientierte Szenarien entwickeln
Ah, dieses Gefühl. Wer kennt’s nicht? Wir alle sind von der Flut an Trendberichten überwältigt worden, haben unzählige Folien gesichtet, die die nächste „große Disruption“ vorhersagen. Wir sind aus strategischen Offsites hervorgegangen, die mit Schlagworten gefüllt waren, aber überraschenderweise keine wirklichen Durchbrüche gebracht haben. Ich weiß, dass der Druck enorm ist, wenn man versucht, der Zukunft einen Sinn zu geben und sie zu gestalten. Oft hat man das Gefühl, in einem reaktiven Kreislauf gefangen zu sein: Man muss ständig aufholen und versuchen, die wirklich wichtigen Signale aus dem ohrenbetäubenden Hintergrundrauschen herauszufiltern. Das Gefühl der Überforderung ist greifbar.
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Von Zukunftsnarrative zu umsetzbaren Erkenntnissen: Eröffnung einer Learning Journey in Berlin
Diese Woche habe ich eine dreitägige Lernexpedition in Berlin für eine Führungsgruppe eines französischen Finanzunternehmens eröffnet. Wie bei jeder Eröffnungs-Keynote stand ich vor der bekannten Herausforderung: Wie kann ich eine typische „Trendpräsentation“ in etwas verwandeln, das die Teilnehmer/innen auf ihrer gesamten Lernreise wirklich befähigt?
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Trendshows vs. Zukunftskompetenz: Vom passiven Konsumieren zum aktiven Gestalten
Wer schon mal dem Vortrag eines typischen „Trend-Gurus“ oder „Futurists“ (kein Grund hier zu gendern) gelauscht hat, erinnert sich wahrscheinlich an den Rausch aus Schlagworten, futuristischen Videos und scheinbar unausweichlichen Prognosen. Dieser Artikel setzt genau dort an und zeigt, weshalb solche Auftritte oft eher für kurzfristiges Staunen sorgen, als langfristige Handlungsfähigkeit aufzubauen. Statt bloßer Trendfeuerwerke rückt er die Frage in den Mittelpunkt, wie echte Zukunftskompetenz entsteht – und warum Organisationen nicht nur Zuschauer der Zukunft sein müssen, sondern sie aktiv gestalten können.
1. Das Zukunftsdilemma
Beschreibt die Mechanismen hinter überfordernden „Trendshows“ und analysiert, warum sich Unternehmen danach oft hilflos fühlen.2. Die Nebenwirkungen der Überforderung
Zeigt, wie passives „Abwarten“ oder hektische Reaktionen langfristige Innovationskraft eher blockieren, anstatt sie zu fördern.3. Ein alternativer Ansatz
Erläutert die Methoden und Prinzipien, mit denen sich Zukunft tatsächlich begreifen und gestalten lässt – von historischer Einbettung über kritische Quellenauswahl bis zur klaren Handlungsableitung.4. Der richtige Mix
Bietet Vorschläge, wie sich inspirierende Elemente mit fundierter Analyse sinnvoll kombinieren lassen – abhängig vom Anlass und Zielpublikum.5. Fazit
Gibt Denkanstöße, wie Organisationen Schritt für Schritt aus der Konsumhaltung herauskommen und zu Gestaltern werden.Statt vorgefertigter Visionen liefert der Artikel Impulse für eine reflektierte Auseinandersetzung mit neuen Technologien und Trends. Auf diese Weise entsteht mehr Souveränität im Umgang mit dem Kommenden – und damit eine deutlich robustere Basis für nachhaltige Entscheidungen.
1. Das Zukunftsdilemma: Die Mechanismen der Überwältigung
„The best way to predict the future is to issue a press release.“
Dieser Satz der Bildungstechnologie-Kritikerin Audrey Watters ging mir durch den Kopf, als ich kürzlich eine typische Trendpräsentation erlebte: Ein Trendscout projizierte in rasantem Tempo eine Kaskade aus Videos und Statistiken. Alle verkündeten Revolutionen und Innovationen. Was ich dort sah, war im Kern eine kuratierte Sammlung von Pressemeldungen und Werbevideos – ohne kritische Einordnung oder Kontextualisierung.
In den Gesichtern des Publikums zeigte sich, was ich schon oft beobachtet hatte: Überforderung und Angst, einer unaufhaltsamen Entwicklung ausgeliefert zu sein. Die Fragerunde bestätigte dies mit Kommentaren wie: „Ich bin völlig erschlagen“, „Wie sollen wir da mithalten?“
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Niemals aufhören zu lernen: Coaching bei der SPEAKERY Masterclass
Man könnte meinen, ein Speaker-Training sei nur etwas für Leute, die noch nicht viel vor Publikum gesprochen haben und ihre Angst davor überwinden wollen. Ich spreche seit 15 Jahren öffentlich. Aber als ich im Oktober 2023 an Marcus John Henry Browns erster SPEAKERY Masterclass in Berlin teilnahm, habe ich in nur zwei Stunden unglaublich viel gelernt.

📷 von Daniel Fürg So funktioniert eine SPEAKERY Masterclass
Das Format ist fantastisch. Er lädt fünf Leute ein, die jeweils einen fünfminütigen Vortrag halten. Dann arbeitet er mit jedem von ihnen live auf der Bühne, um ihre Performance zu verbessern. Das ist sehr intensiv. Nicht nur für die Vortragenden, sondern auf eine seltsame Weise auch für das Publikum. Man lernt nicht nur viel, wenn man ihm beim Coachen zusieht. Man fiebert auch mit den Rednern mit und wird emotional, wenn man sieht, wie sie sich sofort verbessern. Seitdem habe ich Marcus‘ Stimme im Kopf, wenn ich einen Vortrag vorbereite, und sie sind alle besser geworden, dank ihm. Als er mich also bat, bei der letzten Speakery Masterclass zu sprechen, war ich dabei.

📷 von Daniel Fürg Was ich gelernt habe
Aus den Erfahrungen des gestrigen Abends möchte ich drei Dinge hervorheben:
- Live auf der Bühne gecoacht zu werden, ist beängstigend. Es funktioniert nur, weil Marcus der sanfteste, fürsorglichste und unterstützendste Coach ist, den man sich vorstellen kann. Er ist besessen davon, einen sicheren Raum für seine Vortragenden zu schaffen.
- Öffentliches Reden ist keine binäre Sache, bei der man entweder gut oder schlecht ist. Es geht auch nicht darum, besser zu werden, sondern sich weiterzuentwickeln. Selbst mit viel Erfahrung weiß ich, dass ich viele Notizen darüber habe, wie man aufsteigt und dann wieder aufsteigt und dann…
- Das Überraschende an diesem Abend war das Publikum und das, was ich oben erwähnt habe, von der Bühne aus zu erleben. Jedes Mal, wenn Marcus mir eine Note gab und ich sie ausprobierte, strahlten mich die Leute im Publikum an und nickten begeistert. Ein unglaubliches Gefühl.
- Vergiss nicht, vorher etwas zu essen. Irgendwie hatte ich das vergessen und fühlte, wie das Adrenalin noch stärker in mir hochschoss.
Wenn ihr also die Chance habt, einer Speakery Masterclass beizuwohnen, dann tut es. Ihr werdet es nicht bereuen. Und wenn Marcus euch fragt, ob ihr einen Vortrag bei einer Masterclass halten wollt, besonders wenn euch die Idee Angst macht, dann sagt sofort zu. Es gibt keine bessere Möglichkeit, in so kurzer Zeit so viel zu lernen. Und wenn es nicht klappt, wissen wir ja, wer schuld ist, oder? Marcus 😉
Möchtest du den Vortrag lesen, den ich gehalten habe? Zukünfte anders erzählen –Warum Worte Welten verändernHow to talk about the future

📷 von Daniel Fürg Noch eine Erkenntnis: Es ist schon komisch, wie schnell man sich mit den anderen Vortragenden des Abends anfreundet. Die Gespräche vor und nach der Veranstaltung waren für mich ein echtes Highlight. Danke, dass ihr eure Geschichten von Herzen auf die Bühne gebracht habt.

Zukünfte anders erzählen –Warum Worte Welten verändern
Das ist mein Beitrag vom Science Slam in Karlsruhe am 24. Januar 2025.
Die autofreie Stadt … ist eine negative Zukunft!
Na toll, noch so ein SUV-fahrender Benzin-Junkie. Ja, richtig: Ich bin’s, Christian Lindner! Nein, ich bin eigentlich eher grün, wohne im Prenzlauer Berg und habe erst letztes Jahr meinen Führerschein gemacht. Ich bin ein großer Fan davon, Autos aus unseren Städten zu verbannen. Aber ich bleibe dabei: Die autofreie Stadt ist eine negative Zukunft. Das habe ich vor fünf Jahren gelernt.
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