Seth Godin über den Kampf gegen die Selbstsabotage

Im Februar hatte ich für das T3N-Magazin einen Artikel über „unmenschliche Lifehacks“ geschrieben, in dem es darum ging, dass in der Wissensgesellschaft unser industriell geprägtes Verständnis von Produktivität nicht mehr passt. Vielmehr geht es darum, neue Rahmenbedingungen für die kreative Kopfarbeit zu schaffen, mit der die meisten von uns inzwischen ihr Geld verdienen. Der Artikel ist inzwischen auch auf der Webseite von T3N abrufbar.

Seth Godin leistet in diesem Vortrag von der Behance 99%-Konferenz in New York einen spannenden Beitrag zu dieser Suche nach neuen Mitteln und Methoden, in dem er zeigt, was für Kreative die größte Hürde zum Erfolg ist und wie man sie überwinden kann.

Ich selbst werde am 12. Oktober beim Webmontag in Frankfurt die Diskussion um die neuen Methoden anstacheln.

TED: Seth Godin über Tribes

Immer wieder höre ich von Leuten, wie sehr sie durch Tribes inspiriert wurden. Wer bisher noch nicht die Zeit für das Buch gefunden hat, der kann sich jetzt mit dem 20-Minuten-Vortrag von Seth Godin bei TED dieses Jahr einen ersten Einblick verschaffen.

Tribes von Seth Godin

Das neue Buch von Seth Godin heißt „Tribes: We Need You to Lead Us“ und könnte als Untertitel auch „How to become the next Gary Vaynerchuk“ haben. Denn darum geht es im Prinzip. Wie bauen Leute mit Leidenschaft und „Hummeln im Arsch“ Communities auf?

Das Buch, obwohl recht klein, lies sich für mich unheimlich schwer lesen. Das lag aber einfach daran, dass jeder Absatz meine Synapsen hat explodieren lassen, so dass ich ständig in Gedanken abgeschweift bin. Allein der etwas sehr „amerikanische Selbsthilfe“-Ton und die chaotische Schreibweise machen das Buch manchmal etwas anstrengend. Trotzdem kann ich es jedem empfehlen, der sich fragt, wie man Communities (auf einer abstrakten Ebene) aufbaut und wie man für das Thema, das einen begeistert, Anhänger findet.

Folgender Absatz passt bei mir gerade wie die Faust aufs Auge:

It’s four a.m. and I can’t sleep. So I’m sitting in the lobby of a hotel in Jamaica, checking my e-mail. A couple walks by, obviously on their to bed, having pushed the idea of vacation a little to hard. The woman looks over to me and, in a harsh whisper a little quieter than a yell, says to her friend, „Isn’t it that sad? That guy comes here on vacation and he’s stuck checking his e-mail. He can’t even enjoy his two weeks off.“ I think the real question – the one they probably wouldn’t want to answer – was, „Isn’t it sad that we have a job where we spend two weeks avoiding the stuff we have to do fifty weeks a year?“ It took me a long time t figure out why I was so happy to be checking my e-mail in the middle of the night. It had to do with passion.

Update: Sehr cooler Hinweis von Martin in den Kommentaren. Das Buch gibt es derzeit kostenlos von Audible als Hörbuch. Man muss allerdings einen Audible Account anlegen.