Wie Zivilisten halfen, den Informationskrieg in Libyen zu gewinnen

Ashammakhi instinctively reaches for technological analogies to capture the complexity of this conflict. He likens those on the ground in the information war to a coöperative network of sensors giving feedback „continuously, dynamically, and in real time.“ He compares the way self-­organizing civilians come together in support of military operations to CPU scavenging, where spare capacity on individual computers is pooled across a grid. He cites moving examples of people stepping forward to fill a gap: strangers who left breakfast for hungry doctors; Yefren’s council leader, unasked, starting to clean the hospital—a task he quietly continued even on the day after his son was killed. Ashammakhi contrasts this with Qaddafi’s rigid hierarchy, obsessively focused on the leader and ultimately overthrown by a „network of nodes.“

John Pollock porträtiert die unterschiedlichsten Menschen, die während der Revolution von den verschiedensten Orten der Welt mit dem halfen, was sie hatten: Wissen, Netzwerke und Social Media. Der Artikel lässt einen mit einer Erkenntnis und einer Frage zurück: Die Beziehung zwischen der NATO und den zivilen Helfen vor Ort sind ein weiteres, typisches Beispiel für die Verwerfungen zwischen alten Institutionen und neuen, emergenten Netzwerken, wie man sie in allen Bereichen der Gesellschaft beobachten kann. Es bleibt die Frage, was man selbst hätte beisteuern können zum Informationskrieg in Libyen.

Link: People Power 2.0 – How civilians helped win the Libyan information war.

Nachrichten adé

Ich habe ja eine gewisse Schwäche für Herausforderungen wie diese. Rolf Dobelli, Schriftsteller und unter anderem Gründer von getAbstract, forderte in einem längeren Magazinartikel im März dazu heraus, den Konsum von Nachrichten komplett einzustellen: Vergessen Sie die News!

Heute sind wir im Bezug auf News an dem Punkt, wo wir in Bezug auf FastFood vor zwanzig Jahren standen.

Er führt zahlreiche Argumente an, warum News für unser Leben irrelevant sind und uns bei unser Kreativität und unserem Denkvermögen einschränken.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich ihm bei allen Punkten so zustimme. Aber es ist auf jeden Fall sehr erfrischend, in dem Bereich etwas kritisches zu lesen, das nicht auf purer Technologiefeindlichkeit und Nostalgie basiert.
Wie gesagt, ich mag Herausforderungen. Und was der Verzicht auf Nachrichtenkonsum für den Umgang mit der Informationsflut bedeuten würde …

(Danke an Stefan Raguse für den Tipp.)

Feedreader – Konsum vs. Konversation

Ein bisschen Informationsgeekerei für zwischendurch.

Interessanter Gedanke von meinem Freund Matt: Nach und nach haben sich Unmengen von Feeds in seinem Feedreader angesammelt. Das führt dazu, dass er nur noch konsumiert, um überall auf dem Laufenden zu bleiben. Deswegen schmeißt er jetzt alles raus und fängt noch mal von vorne an. Nach dem Kahlschlag kommen nur noch Feeds in den Reader, bei denen er an der Konversation teilnehmen möchte. Kurz: Fokus auf Konversation statt Konsum. „Feedreader – Konsum vs. Konversation“ weiterlesen