Monika Bielskyte über faule Zukunftsvisionen und Virtual Reality

Monika Bielskyte berät Scifi-Filmemacher bei der Erschaffung ihrer Welten. Auf Twitter hat sie nun die Arbeit gezeigt, die sie für die Realverfilmung von Ghost In The Shell gemacht hat. Dabei hat sie nicht nur ihre fantastischen Moodboards präsentiert, die den Film in eine deutlich spannendere Richtung bewegt als der nun typische Cyberpunk-Look (und die immensen Probleme des Whitewashings). Sie hat auch in zahlreichen Tweets einen Anspruch an Worldbuilding beschrieben, der weiter und tiefer geht als das meiste, was uns Hollywood in Mainstream-Science-Fiction-Filmen derzeit anbietet. Ich kann nur empfehlen, sich den kompletten Twitter-Thread anzusehen und durchzulesen.

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Interessante Links und Artikel – 7.01.2015

Alle Links auch auf Pinboard.

Webperlen vom 14.11.2013

*Links und Artikel, die ich interessant finde. Alle Links auch auf [Pinboard](https://pinboard.in/u:jkleske/).*

– [Urheberrecht: Koalition plant ACTA für Deutschland](https://digitalegesellschaft.de/2013/11/urheberrecht-koalition-plant-acta-fuer-deutschland/)
Wir werden noch unsere große Freude mit dieser großen Koalition haben.
– [Why Japanese Web Design Is So Different – Cultural, Linguistic & Technical Factors](http://randomwire.com/why-japanese-web-design-is-so-different/)
Interessante Beobachtungen, die einmal mehr klar machen, dass globale Technologien noch lange keine globale Kultur bedeuten.
– [That Goddamned Blue Bird and Me: How Twitter Hijacked My Mind](http://nymag.com/daily/intelligencer/2013/11/how-i-learned-to-love-twitter.html)
Wundervoll reflektierter Artikel der Autorin Kathryn Schulz über ihre Umgang mit Twitter
– [The Setup / Jennifer Brook](http://jennifer.brook.usesthis.com/)
Was man braucht, um zu arbeiten, während man mit dem Motorrad durch Asien reist.
– [Why I’m Not a TEDx Speaker](https://medium.com/futures-exchange/3be652b8eccb)
Ich werde nie verstehen, warum Veranstalter statt ihre eigene Reputation aufzubauen, lieber ohne Entlohnung in den Ausbau einer Marke wie TED investieren.
– [Spotifys europäischer Marsch gegen die Netzneutralität](http://www.neunetz.com/2013/01/24/spotifys-europaischer-marsch-gegen-die-netzneutralitat/)
Falls jemandem noch nicht klar sein sollte, was hinter dem Spotify-Angebot der Telekom steckt.
– [Dread Pirate Nemo](https://medium.com/geek-empire-1/6a37c4b3361)
Ich finde es ja immer sehr spannend, wenn Bruce Sterling uns zeigt, wie verrückt/abgefahren/seltsam es eigentlich ist, was gerade so passiert. Hier am Beispiel des hoch genommenen Silk-Road-Gründers.
– [redecentralize.org](http://redecentralize.org/)
Video-Interviews mit Menschen, die das Web dezentralisieren wollen
– [The Safe Way to Put a PGP Key in Your Twitter Bio](https://jacob.hoffman-andrews.com/README/the-safe-way-to-put-a-pgp-key-in-your-twitter-bio/)
Praktischer Hinweis, um PGP Schlüssel sicherer zu veröffentlichen.

Dwell Magazin

Die üblichen Architektur-Porno-Magazine sind ja auf jeden Fall nett, keine Frage. Aber irgendwie doch weit weg von dem, was man hierzulande Alltag nennt. Umso angetaner bin ich von Dwell, das ich neulich zufällig über ihren Twitter-Account @dwell entdeckt habe. Sehr cleanes, hands-on Architektur- und Einrichtungsmagazin, mit einer gesunden Mischung aus Moderne und Nachhaltigkeit. Besonders feiner Zug des Verlags: (fast) alle Artikel sind direkt im Web lesbar.

Wie alle anderen Print-Verlage auch muss Dwell sich überlegen, wie sie den Vormarsch von Digital überleben wollen. Neben dem Ausbau der Webseite setzen sie dabei vor allem auf Kollaborationen und ihre eigene Konferenz Dwell on Design.

next09: Lee Bryant über „User-Driven Companies“

2006 habe ich in meiner Diplomarbeit geschrieben, dass Web 2.0 nur ein Symptom einer gesellschaftlichen Veränderung hin zu einem System basierend auf den Emergenztheorien ist. Mehr und mehr können wir sehen, wie, ermöglicht durch die Technologie, die Prinzipien, die Web 2.0 groß gemacht haben, auch in anderen Gebieten an Bedeutung gewinnen. Open Source z.B. hat längst auch außerhalb der Softwareentwicklung Fuß gefasst und verändert Denk- und Entwicklunsgprozesse in den unterschiedlichsten Bereichen von der Automobilbranche bis zur Theologie.

Trendthema ist dabei derzeit unter Schlagworten wie „user-driven design“ das Einbeziehen der Kunden in unternehmensinterne Prozesse wie die Entwicklung neuer Produkte oder das Marketing. Die Grenzen zwischen Unternehmen und Käufern verschwimmt zusehnst.

Für mich der spannendste Vortrag auf der next09-Konferenz in Hamburg Anfang Mai war der von Lee Bryant von Headshift. Er sollte eigentlich über den Konsumenten als Co-Designer reden, konzentrierte sich dann aber auf die Frage, wie ein Unternehmen eigentlich konzipiert sein muss, um mit diesem neuen Level der Kundeninteraktion zurecht zu kommen. Dabei holte er weit aus und beschrieb die Geschichte des Gewerbes, um die Stellschrauben zu definieren, die es zu beachten gilt, will man die enge Zusammenarbeit mit den Konsumenten wagen.

An dieser Stelle auch noch mal vielen Dank an sinnerschrader, die Berlinblase zur next09 eingeladen haben.

Malcom Gladwell & jeffstaple über Erfolg

Im Urlaub zwischen den Jahren habe ich Malcom Gladwells neues Buch Outliers – The Story of Success gehört. Darin beschreibt er sehr anschaulich, dass es den glorifizierten Selfmade-Mann, der sich nur durch schiere Willenskraft und harte Arbeit große Erfolge aufbaut, praktisch nicht gibt. Viele weitere Faktoren wie Zufall und das richtige Alter spielen ebenfalls eine große Rolle, um erfolgreich zu werden.

Ein gutes Beispiel dafür ist … nein, nicht Tyler Brûlé sondern der andere, der hier immer kommt, jeffstaple (jetzt auch auf Twitter). Der hat gerade mal wieder in einem Vortrag auf der PSFK Asia 2008 Konferenz beschrieben, wie er da hingekommen ist, wo er heute steht. Und sympatischerweise schreibt er dabei vieles dem Zufall zu, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein.
Auch sehr spannend in seinem Vortrag zu sehen, mit welcher Detailliebe er gestaltet, seien es Shops oder Klamotten.

Frohe Weihnachten! mit Motoki

FROH! Magazin von Motoki

Der eine oder andere wird’s schon auf StyleSpion gesehen haben, unsere Freunde aus Köln von Motoki gehen Weihnachten dieses Jahr mit besonders viel Aufwand an. Und bei Motoki heißt „viel Aufwand“ immer ein neues Level an Qualität und Inspiration.

FROH! Magazin von Motoki

Da wäre z.B. das Konzept-Magazin FROH!, dass die Jungs und Mädels innerhalb weniger Wochen auf die Beine gestellt haben und das in Sachen Gestaltung und Inhalt ohne Probleme mit den großen mithalten kann (Danke fürs Mitbringen, Mark). Genau das richtige Geschenk für den Magazin-Liebhaber, der sich noch von tieferen Artikeln zum Reflektieren inspirieren lässt.

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