neunetzcast 39: Mehrnutzel

Marcel und ich haben uns mal wieder unterhalten, vor allem zu Facebook und Oculus sowie Wearables (Android Wear und Apples Ansätzen). Die Shownotes gibt’s hier.

Die Sicherheit von iMessage

In den letzten Kontaktdetails schrieb ich noch von der angeblichen Sicherheit von Apple’s iMessage und dass sich der Code nicht einsehen lässt. Letzte Woche haben nun zwei Experten von Quarkslab gezeigt, dass es eine theoretische Unsicherheit in iMessage gibt. Herausgefunden haben sie das durch ‚reverse engineering‘. Fazit nach meinem Verständnis: Apple besitzt theoretisch die Möglichkeit die Schlüssel, mit denen Nachrichten zwischen Benutzern ausgetauscht werden, auszutauschen und so die Nachrichten mitzulesen. Apple selbst sagt, dass das reine Theorie sei und sie dafür die aktuelle Infrastruktur für iMessage umbauen müssten. Leider zeigt das Beispiel Lavabit, dass das Szenario kein pures Hirngespinst ist. Ein US-Geheimdienst könnte durchaus Apple dazu zwingen, dies für bestimmte Fälle zu implementieren und dann Apple ebenfalls dazu zwingen, dies zu verheimlichen. Was aber klar scheint ist, dass das Ganze derzeit nicht mit der breiten Masse funktioniert.

Kindle Store und App Store – nicht für Geschäftskunden

Keine Kindle-Bücher für Geschäftskunden

Ich bin mal wieder in die Falle getappt. Über die Firmenkreditkarte habe ich im deutschen Kindle Store von Amazon ein Fachbuch für meinen Kindle gekauft. Nun wollte ich die Rechnung ausdrucken und muss leider feststellen, dass man für Kindle ebooks keine Rechnungen von Amazon bekommt. Man kann sich nur eine Art Übersicht ausdrucken, die aber explizit den Hinweis „Dies ist keine Rechnung mit Mehrwertsteuer.“ enthält. „Kindle Store und App Store – nicht für Geschäftskunden“ weiterlesen

Zum Tod von Steve Jobs

The greatest legacy of Steve Jobs is that he gave permission to everyone else to be a poet of computers, to be a businessman in blue jeans, to be a constructive misfit, a technological artist, a corporate renegade, to think different, and to remember the soul of the machine.

Kevin Kelly

Als ich am Donnerstag mit dem ersten Blinzeln beim aufwachen wie gewohnt nach meinem iPhone griff, erwartete mich eine Push Notification der Tagesschau App mit der Meldung, dass Steve Jobs gestorben war. Die nächste Stunde verbrachte ich damit, all die Reaktionen auf Twitter nachzulesen und dann auf meinem MacBook die verschiedenen Ehrungen von Webseiten wie Wired und BoingBoing zu betrachten. Eins der ersten Zitate, das ich las, war die Aussage von Obama, dass man den Umfang des Erbes von Steve Jobs daran sehen könne, wie viele von uns die Nachricht über seinen Tod auf einem seiner Geräte erhalten haben. Auf den Punkt.
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Warum ich mir Apple Keynotes ansehe

Der von Bruce Sterling propagierte Konsumansatz hält auch als Erklärung her, warum ich mir nach wie vor jede Keynote von Apple verfolge (hier die letzte). Ich verbringe in der Regel 12 bis 16 Stunden am Tag vor einem Applerechner. Die restliche Zeit befindet sich meist ein mobiles Applegerät in meiner Hand. Ich kaufe Apple Produkte, weil sie nach Sterling’s Ansatz die besten Produkte für das sind, was ich täglich mache. Andere Faktoren wie die Offenheit der Systeme, spielen für mich ebenfalls eine wichtige Rolle, sind in der Priorität aber etwas unter der Bedienbarkeit angeordnet.

Die Betriebssysteme, die Apple auf seine Geräte packt, haben wie kaum ein anderer Faktor Einfluss auf Spaß und Produktivität in meinem Alltag. Wenn Apple ein neues Feature einbaut oder ein bestehendes verbessert, hat das Auswirkungen für mich. Ich habe seit ein paar Tagen die iOS5-Beta auf meinem iPhone und iPad. Die neue Benachrichtungsfunktion und die Twitter-Integration sind großartige Erweiterungen, die verändern, wie ich kommuniziere. Ich erwarte ähnliches von den neuen Features in Lion, dem nächsten Mac Betriebssystem.

Deswegen verfolge ich Apples Keynotes: um Einblick zu bekommen, wie sich mein Alltag in naher Zukunft ein Stück weit verändern könnte und darüber nachzudenken, welche grundlegenden Verhaltensweisen das in Zukunft beeinflussen könnte (das ist mein Job). Ich würde übrigens das selbe mit Microsoft-Keynotes machen, würde ich einen Windows-Rechner benutzen.

Aus einem ähnlichen Grund lese ich übrigens immer das Handbuch, egal um was für ein Gerät es sich handelt. Ich will Geräte, die ich ständig im Einsatz habe, bis ins kleinste verstehen, um nicht eine Funktion zu übersehen, die meinen Alltag ein bisschen einfacher machen könnte. Ich denke, Herr Sterling würde das befürworten.

Apple Werbung und, äh, ich

Jaja, ist gut. Ihr könnt aufhören, meine Inboxen zu befeuern. Ich schaue zwar kaum TV, aber inzwischen habe ich auch mitbekommen, dass Apple in seinem aktuellen TV Spot zum iPad bei ca. Sekunde 15 für gefühlte 2,5 Frames das Cover von der Brand Eins zeigt. Hätte nie geglaubt, dass ich meinen kläglichen Ruhm mal einer leuchtenden Signalfarbe verdanken werde. Auf den OpenSource-/DIY-Events der Republik brauche ich mich wohl erst mal nicht mehr blicken lassen. Apple-Werber werden da nicht so gerne gesehen. Aber ein dicker iTunes-Gutschein von Seiten Apples wäre doch mal drin, oder? Immerhin will das neue iPad ja gefüllt werden 😉

Apple und der europäische Video-Markt

Bisher habe ich immer Apples pures Desinteresse an allen Märkten außerhalb der USA dafür verantwortlich gemacht, dass wir bis heute weder Filme von TV-Serien im iTunes Music Store haben. Nach folgendem Artikel scheint es aber weniger an Apple als viel mehr am unglaublich komplizierten Markt der EU zu liegen. Apple sizes up Europe’s movie-rental market:

Apple will have to confront legal and regulatory hurdles, copyright challenges, scheduling conflicts and technological issues that demonstrate that the European media landscape remains a patchwork of several dozen individual countries – not the single „internal market“ that the European Commission envisions.

#355 – Reloading

Zwei Liveticker und ein IRC-Channel für die Apple-Keynote

Update: Lustig, dass sich hier ohne mein Zutun eine Diskussion um das MacBookAir entfacht. Ich selbst habe ja sehnsüchtig auf die Ankündigung gewartet, weil ich von meinem MacBookPro auf ein kleineres Notebook umsteigen will. Das MBA ist natürlich ein designtechnisches Meisterwerk. Allerdings habe ich starke Probleme, einen Kauf zu begründen, wenn ich es mit den aktuellen MacBooks vergleiche. Nehmen wir das kleinste MacBook. Es hat 0,2 GHz mehr und ein CD-ROM-Laufwerk. Für gute 600 Euro mehr bekommt man bei dem MBA nur 1 Kilo weniger Gewicht und ein LED-Display statt TFT. Dafür kein CD-ROM, kein Firewire, feste 2 Gig Ram, feste 80 Gig Festplatte etc. Eigentlich alles Faktoren, die ich nicht so wild finde. Ich denke, dass Apple mit dem MBA auf dem richtigen Weg ist. Für 1500 Euro wäre ich dabei gewesen. Aber so verlangt meine finanzielle Vernunft, dass ich dieses Mal noch auf das MacBook setze. Wenn ich mir bei Cyberport das schwarze MacBook mit 2,2 GHz (0,4 mehr als das MBA) mit 4 Gig Ram aufpimpe, liege ich immer noch 150 Euro unter dem MBA.