#355 – Reloading

Zwei Liveticker und ein IRC-Channel für die Apple-Keynote

Update: Lustig, dass sich hier ohne mein Zutun eine Diskussion um das MacBookAir entfacht. Ich selbst habe ja sehnsüchtig auf die Ankündigung gewartet, weil ich von meinem MacBookPro auf ein kleineres Notebook umsteigen will. Das MBA ist natürlich ein designtechnisches Meisterwerk. Allerdings habe ich starke Probleme, einen Kauf zu begründen, wenn ich es mit den aktuellen MacBooks vergleiche. Nehmen wir das kleinste MacBook. Es hat 0,2 GHz mehr und ein CD-ROM-Laufwerk. Für gute 600 Euro mehr bekommt man bei dem MBA nur 1 Kilo weniger Gewicht und ein LED-Display statt TFT. Dafür kein CD-ROM, kein Firewire, feste 2 Gig Ram, feste 80 Gig Festplatte etc. Eigentlich alles Faktoren, die ich nicht so wild finde. Ich denke, dass Apple mit dem MBA auf dem richtigen Weg ist. Für 1500 Euro wäre ich dabei gewesen. Aber so verlangt meine finanzielle Vernunft, dass ich dieses Mal noch auf das MacBook setze. Wenn ich mir bei Cyberport das schwarze MacBook mit 2,2 GHz (0,4 mehr als das MBA) mit 4 Gig Ram aufpimpe, liege ich immer noch 150 Euro unter dem MBA.

Greenpeace vs. Apple

Uh, Steve Jobs liest Greenpeace die Leviten:

You guys rate people based on what people say their plans are in the distant future, not what they are doing today. I think you put way too much weight on these glorified principles and way too little weight on science and engineering. It would be very helpful if your organization hired a few more engineers and actually entered into dialog with companies to find out what they are really doing and not just listen to all the flowery language when in reality most of them aren’t doing anything.

via fscklog

Zum Hintergrund: Greenpeace hatte seit dem letzten Jahren Apple immer wieder medienwirksam beschuldigt, bei der Produktion seiner Produkte die Umwelt zu wenig im Auge zu haben. Vor kurzem hat Steve Jobs in einem offenen Brief darauf reagiert und aktuelle Verfahrensweisen sowie die in naher Zukunft klargestellt.

Heißt das im Prinzip, dass die Unternehmen das Blaue vom Himmel für die Zukunft ihrer Produktion versprechen können und dadurch ein besseres Umwelt-Rating von Greenpeace bekommen?

EMI kickt DRM – Eine Twitter Geschichte

Ich liebe die Spontanität im Web und insbesondere mit Twitter. Gerade ist die Pressekonferenz der EMI in London zuende gegangen bei der der CEO der EMI und Steve Jobs bekannt gegeben haben, dass es die Musik der EMI ab Mai im iTunes Store auch ohne DRM und in höherer Qualität (256kb/sec) geben wird.

Kurz nach Beginn der Pressekonferenz hat Gernot in Twitter den Link zum Livestream gepostet. Hab den Stream aufgerufen und mich artig bei Gernot bedankt, wie es bei Twitter üblich ist. Kurz darauf bat .dean uns das ganze zu kommentieren, da er gerade kein Audio zur Verfügung hatte. Also, spontan losgelegt und das Ding live gebloggt. Die nächste Message kam dann von Steve Rubel, großes Blogtier in Amiland (über 800 „Followers“ in Twitter):

„Johannes Kleske is live Twittering the Apple/EMI press conference http://twitter.com/jkleske.“

So schnell hat man plötzlich eine riesige Zuhörerschaft.

Die Details zu der Pressekonferenz könnt ihr an tausend Stellen im Web nachlesen. Ich persönlich bin ziemlich angetan von dem, was da heute passiert ist. Ich habe schon länger nichts mehr im iTunes Store gekauft, weil ich einfach keinen Bock auf die DRM-Geschichte habe. Ich bin zwar ein Apple-Fanboy und kann mir nicht wirklich vorstellen was anderes als nen iPod zu benutzen. Aber ich will die Option haben, und zwar ohne größere Umstände. Oder wie Steve meinte:

„Even if the users don’t want to use their music on any other device then the ipod today, they want to have the option in the future.“

Auch sehr cool finde ich, dass DRM-freie Alben in höherer Qualität nicht teurer sind als die DRM-Alben. Das wertet Alben an sich ungemein auf. Und ich bin ein absoluter Albumhörer.

Wirklich beeindruckt bin ich von EMI-Ceo Eric Nicoli. Auf was EMI sich da einlässt ist wirklich nicht zu verachten. Auf die Frage nach Raubkopien antwortete er:

„Wir müssen unseren Kunden vertrauen.“

Niemals hätte ich geglaubt, so etwas von einem Major-CEO zu hören.

Sehr interessant war auch, dass Steve scheinbar ziemlich pissed war von all den Unterstellungen, die er sich wegen seines offenen Briefs an die Musikindustrie anhören musste. Steve betonte mehrmals, dass er die enge Verknüpfung von iPod und iTunes so nicht sehen kann. Apple würde bei beiden Produkten versuchen, ihren Kunden das bestmögliche anzubieten. Wenn Kunden andere Produkte vorziehen, würden sie als Apple ihre Lehren daraus ziehen.

iSaver Shell ist da

Shell Image

Carsten hat mal wieder den Produktdesigner raushängen lassen. Nach den sehr praktischen iSavern gibt es jetzt das iSaver Shell. Das Ding ist eine Notebookhülle, aber viel besser als die ganzen anderen Neoprenhüllen. Im Prinzip bietet es für jeden Rucksack ein Laptopfach. Das coole ist, dass man mit dem Ding schnellen Zugriff auf den Rechner hat und dieser trotzdem voll gegen Schläge und Stürze geschützt ist. Schaut’s euch an.

Checkt das Video, in dem Carsten ziemlich drastisch vorführt, wie robust das iSaver Shell ist.

Zurück mit Sicherheitshinweis

Bin nach einem ereignislosen Flug wieder auf deutschem Boden und chille heute noch bei meiner Schwester bevor es morgen zurück nach Karlsruhe geht.

Gerade hat mein Schwager angerufen. Sein Auto wurde aufgebrochen und sein Koffer mit Akten und vor allem seinem iBook geklaut. Fucked up! Wer nicht beten mag, sollte sich zumindest versichern, dass sein Notebook so gesichert ist, dass bei Diebstahl zumindest niemand an die Daten kommt. Hier ein paar Hinweise für AppleBooks:

  • In den Systemeinstellungen unter Sicherheit ‚Kennwort verlangen beim Beenden des Ruhezustandes‘ und ‚Automatische Anmelden deaktivieren‘ auswählen. Dadurch hat der Dieb kaum eine Chance bei eingeschaltetem Rechner an die Daten zu kommen.
  • Ich speichere alle Business-Daten auf einem verschlüsselten DiskImage (lässt sich mit dem Festplatten-Dienstprogramm erstellen). So kommt selbst ein gewiefter Dieb, der das Adminpasswort mit einer Installations-CD zurücksetzt, nicht an die Daten.

Mehr Tipps?

Liquifile ist da

Carsten hat nun offiziell das erste LiquidBrowsingProdukt gelauncht. Liquifile ist ein Filebrowser für Mac OS X. Gibt’s als 30-Tage-Testversion und kostet danach 10 €. Mal sehen, obwohl ich das Prinzip ja ganz gut kenne, ist der Browser schon gewöhnungsbedürftg. Trotzdem freue ich mich für Carsten, dass das Ding releast ist und bin gespannt, was als nächstes kommt.

Liquifile is a new file browser for Mac OS X. An alternative Finder, if you will. It is designed for visual thinkers who want to get a bigger picture of their files and feel them more directly. But not only for them ;-). Did you ever wonder why searching and browsing is so separated in today’s interfaces? Ever wished you had a bigger screen when finding or organizing your files? Ever lost files in deep hierachical structures? Ever wondered what the next big thing in file browsing might be…?

Liquifile 1.0 | liquid browsing for your desktop

technorati tags:,