Gewerkschaften bei Starbucks

Angesichts von zwei demnächst eröffnenden Starbucks in Karlsruhe mal diese Info:

Der Kampf um gewerkschaftliche Organisierung bei Starbucks:

Starbucks ist die weltgrößte Kaffe-Haus Kette. Und sie expandiert wie wild. Allein in Frankfurt gibt es schon 10 Filialen. In den USA wehren sich Starbucksmitarbeiter bereits seit drei Jahren gegen die Arbeitsbedingungen in der hippen Kaffeebude, nicht ohne Erfolg. In 9 Filialen in den USA (davon sechs in New York) haben sich die “Baristas”, wie die KaffeeverkäuferInnen bei Starbucks heißen, in der “Starbucks Workers Union” unter dem Dach der Industrial Workers of the World (IWW) organisiert, einer radikalen Gewerkschaft, die seit kurzer Zeit auch in Deutschland aktiv ist. Die Wobblies im deutschsprachigen Raum haben Diane Krauthamer (Medeinaktivistin und IWW Mitglied aus New York City) eingeladen, ihre beiden kurzen Dokumentarfilme über den Kampf der New Yorker Baristas zu zeigen. Neben “Together we win – The fight to organize Starbucks” (ca. 8 Min.) wird “The Coffee Sirens” (30 Min.) als Uraufführung in Deutschland zu sehen sein – ein z.T. undercover gedrehter Film über “Unionbusting” (gewerkschaftsfeindliche Aktivitäten) bei Starbucks. Diane steht im Anschluss an die Vorführung für Fragen zur Verfügung. Zusammen mit dem Londoner IWW-Mitglied Adam Lincoln wird sie über Arbeitsbedingungen in den Filialen und die Perspektiven einer internationalen basisgewerkschaftlichen Organisierung berichten und diskutieren.

Shopping ist nicht die Lösung – (less) vs. (red)

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Ohoh, Bono wird es nicht mögen*

Hintergrund: Bono und andere Celebritys haben mit einigen Lifestylebrands zusammen die red-Kampagne ins Leben gerufen. Dabei bieten die Brands rote Versionen ihrer Produkte (Apple z.B. einen roten iPod nano) an und ein Teil der Einnahmen wird gespendet.

* Nachdem ich gerade beim Mittagessen mit Daniel drüber philosophiert habe korrigiere ich das. Bono wird sich hundertprozentig dafür begeistern, weil es Bono nach meiner Beobachtung nur um eins geht: AIDS in Afrika bekämpfen. Für das Ziel ist ihm alles andere egal. Dafür schüttelt er Hände und grinst neben Leuten in die Kameras, die er sonst wahrscheinlich verabscheut. Dafür ist er bereit jede Schmähung auf sich zu nehmen und von Menschen gehasst zu werden. Dafür ist er bereit, mit konsumorientierten Konzernen bei der red-Kampagne zusammenzuarbeiten, solange dabei ein paar Dollar für Afrika abfallen. Wahrscheinlich würde Bono sogar seine Seele an den Teufel verkaufen, wenn es dafür in Afrika kein AIDS mehr geben würde. Sowas nennt man glaube ich Hingabe.

Update: Laut CNN hat hat die red-Kampagne bisher 18 Millionen Dollar an Spenden gebracht. Dem stehen ca. 100 Millionen an Ausgaben für die Kampagne gegenüber.

aktiv(ist)

Tree-Nation-Love 100Nachdem ich mich heute morgen bei rejolt mit einer Liste von Social Entrepreneurships beschäftigt habe, die mit Web-2.0-Technik realisiert werden, bin ich spontan aktiv geworden und habe zu zwei Mikrokrediten für Unternehmerinnen in Kenia beigetragen und einen Baum in Afrika „gepflanzt“. Kosten der gesamten Aktion: 65$. Sollten die Mikrokredite allerdings erfolgreich zurückgezahlt werden (die Wahrscheinlichkeit liegt bei 95%), bekomme ich 50$ irgendwann nächstes Jahr zurück. Kleine Schritte, die aber, gerade weil man auch hier auf die Einfachheit und die Masse des Internets setzt, verdammt viel verändern können…hoffe ich.

Bannerlong

Wir müssen mehr Fehler machen

David von howies:

for the last 5 years at least, i have had this idea and as yet have not made it happen.

and ideas only work if you make them happen. (and even then, some don’t work)

the idea is that everyone at howies has ideas. and the guy packing our parcels downstairs might have an idea for a product that will become the product that will come to define us and what we do.

so as a company, we need to allow those ideas to come to the surface.

we have to make more mistakes. we have to understand failure is going to happen.

we can learn from failure. but ’not doing‘ will teach us nothing and give us nothing in return.

in the spring, we will turn a room that currently stores boxes and our junk into a creative room.

and then 1 day a month each person will have an ideas day. that person will team up with someone else from the company and think. drink tea. stare out of the window (if we had one) and doodle. go to shops, go to museums, read books, see films. and apply some of what they learn to what we do here at howies. We want to change things. And it is crazy, mad, dumb, odd, wonky thinking that will give us Ideas that will change things.

it is an experiment. it might not work. but that is the thing with ideas, you just gotta try stuff.

there will be people here who will say ‚ I don’t have ideas‘ and in my experience the best ideas usually come from them.

i have no idea if it will work or how it will work.

but if you jump off the cliff, you just have to make your wings on the way down

Jobs

In ihrem Blog schreiben die 37signals-Jungs über drei Männer, die ihren erfolgreichen Job aufgegeben haben, um einen ganz anderen aufzunehmen bzw. um eine andere Perspektive auf die „Welt da draußen“ und ihr eigenes Leben zu bekommen.

Ich finde diesen Aspekt immer wieder faszinierend, weil ich auch bei mir die Tendenz feststelle, in meinem eigenen Saft zu verschmoren. Ich meine, es ist nicht so als würde ich mich mit tausend Sachen beschäftigen. Trotzdem dreht sich mein Leben meist um die gleichen Dinge.

Daniel hat von Doug Pagitt’s Gemeinde erzählt, dass dort niemand Vollzeit angestellt ist, sondern jeder noch nebenher andere Jobs hat. Dadurch wird verhindert, dass sich bei bestimmten Leuten alles um die Gemeinde dreht. In Wir nennen es Arbeit schreiben die Autoren über Brotjobs, die einem helfen über die Runden zu kommen. Meiner Meinung nach bieten solche Brotjobs auch die Chance eine gute Alternative zur eigenen, kreativen Arbeit zu bieten. Ich fühle mich meist kreativer, nachdem ich mal ganz anderes gemacht habe.

Im Endeffekt macht mir der Gedanke, dass ich den Rest meines Lebens vor einem Bildschirm verbringen werde, einfach nur Angst. Hab ne Zeitlang mal überlegt in nem Oxfam-Shop zu arbeiten. Die bieten meines Wissens nach sowas an, wo man vier Stunden in der Woche für sie arbeitet und sie spenden dafür irgendwas nach irgendwo. Leider lässt die Reiserei gerade soetwas nicht zu. Aber mal sehen…

Motoki Kollektiv mit grünem Start

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Zeit mal wieder meine Freunde in Köln zu featuren. Das Motoki Kollektiv ist ein Netzwerk von Freunden, Designer, Musikern, Artisten, Aktivisten und tollen Menschen, die gemeinsam Aktionen und Projekte auf die Beine stellen. Jetzt ist ihre Webseite (mit ein bisschen CSS-Hilfe von meiner Seite) live gegangen.